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Strukturelle und kulturelle Gewalt in der Pflege
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- Nombre de pages224
- Date de parution22/10/2026
- FormatePub
- ISBN978-3-7799-9422-0
- EAN9783779994220
- Protection num.Digital Watermarking
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurJuventa
Résumé
Wiederkehrend kommt es zu Gewalthandlungen in den Einrichtungen des Pflegesystems, die häufig mit erschreckenden Details eine schwer verstehbare Wirklichkeit in Pflegeeinrichtungen widerspiegeln. Im Fokus der Berichterstattung hierüber stehen in aller Regel die Akteure: Opfer wie Täter*innen. Personale Gewalt steht dabei im öffentlichen Diskurs aus nachvollziehbaren Gründen im Vordergrund. Die damit einhergehenden und ebenso unabhängig davon kontextualen Bedingungen werden zumeist ausgeblendet und verbleiben im blinden Fleck der öffentlichen und fachlichen Beobachtung.
Die Wirkungszusammenhänge zwischen der sich manifestierenden personalen Gewalt und der strukturellen Gewalt auf der Mesoebene sowie der kulturellen Gewalt auf der Makroebene sind für den Pflegebereich in Deutschland bislang kaum erforscht.
Und es lassen sich Muster beobachten: Muster des Wegschauens, des Ignorierens, des Vertuschens von Gewalthandlungen, der mangelnden Bereitschaft auf der Managementebene die nötigen Konsequenzen zu ziehen. Die erfolgten Interventionen sind in aller Regel ausschließlich an die Akteure in der Pflege adressiert. Konzepte zur Gewaltprävention fokussieren auf der Handlungsebene der Pflegekräfte. Auf der organisationalen Ebene sind hingegen kaum tragfähige und zeitstabile Veränderungen beobachtbar. Sowohl die Beobachtung der Mesoebene der strukturellen Gewalt (Kontexte: Team und Organisation) als auch der Makroebene (Kontext: Gesellschaft) bleiben überwiegend unbekannt und unbenannt.
Es kommt damit persistierend zu einer Ausblendung relevanter und bedeutsamer Wirkungszusammenhänge. Das Buch setzt sich zum Ziel, diese Zusammenhänge und Determinanten aufzuzeigen und damit das Spektrum der analytischen Beobachtung zu erweitern. An anschaulichen Beispielen soll im Buch aufgezeigt werden, wie sich die Wirkungsmächtigkeit struktureller und kultureller Gewalt auf das deutsche Pflegesystem und ihren Akteuren auswirkt.
Es sollen Analysefolien vorgestellt werden, die prospektiv helfen können, Gewaltphänomen einzudämmen; wenngleich nicht davon auszugehen ist, dass diese gänzlich zu vermeiden sind (vgl. Baberowski 2015).
Und es lassen sich Muster beobachten: Muster des Wegschauens, des Ignorierens, des Vertuschens von Gewalthandlungen, der mangelnden Bereitschaft auf der Managementebene die nötigen Konsequenzen zu ziehen. Die erfolgten Interventionen sind in aller Regel ausschließlich an die Akteure in der Pflege adressiert. Konzepte zur Gewaltprävention fokussieren auf der Handlungsebene der Pflegekräfte. Auf der organisationalen Ebene sind hingegen kaum tragfähige und zeitstabile Veränderungen beobachtbar. Sowohl die Beobachtung der Mesoebene der strukturellen Gewalt (Kontexte: Team und Organisation) als auch der Makroebene (Kontext: Gesellschaft) bleiben überwiegend unbekannt und unbenannt.
Es kommt damit persistierend zu einer Ausblendung relevanter und bedeutsamer Wirkungszusammenhänge. Das Buch setzt sich zum Ziel, diese Zusammenhänge und Determinanten aufzuzeigen und damit das Spektrum der analytischen Beobachtung zu erweitern. An anschaulichen Beispielen soll im Buch aufgezeigt werden, wie sich die Wirkungsmächtigkeit struktureller und kultureller Gewalt auf das deutsche Pflegesystem und ihren Akteuren auswirkt.
Es sollen Analysefolien vorgestellt werden, die prospektiv helfen können, Gewaltphänomen einzudämmen; wenngleich nicht davon auszugehen ist, dass diese gänzlich zu vermeiden sind (vgl. Baberowski 2015).




