Sozialarbeit und Religion. Herausforderungen und Antworten

Par : Ronald Lutz, Doron Kiesel
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  • Nombre de pages479
  • FormatPDF
  • ISBN978-3-7799-5690-7
  • EAN9783779956907
  • Date de parution22/06/2022
  • Protection num.Digital Watermarking
  • Taille3 Mo
  • Infos supplémentairespdf
  • ÉditeurJuventa

Résumé

Religion kann als fundamentalistische Orientierung sowie Herausforderung, aber auch als Ressource des Sinns in den Blick der Sozialarbeit genommen werden. Nicht alle damit verbundenen Fragen lassen sich beantworten; doch Reflexionen der Beziehungen zwischen Sozialarbeit und Religion eröffnen eine Debatte, die sowohl theoretische als auch methodische Überlegungen verdichten. Mit dem Buch wird aufgefordert, Religiosität in ihren vielfältigen Varianten neu zu reflektieren.
Die Beiträge hinterfragen Wahrnehmung und Kontexte von Religiosität. Dabei wird der Blick sowohl auf Identität stiftende Lebensentwürfe gerichtet, in denen Religion als Ressource bedeutsam ist, als auch auf fundamentalistische Varianten, die herausfordernd sind. Dahinter steht eine Kontroverse: Ist Religion nur eine soziale Kontrollinstanz oder muss sie nicht auch als gesellschaftliche und individuelle Ressource verstanden werden? Deutlich wird: Soziale Arbeit muss sich mit Religiosität beschäftigen, da diese Fragen stellt, die bisher vernachlässigt wurden.
Es werden sozialarbeiterische Programme in Migrantengemeinden sowie in muslimischen und jüdischen Kontexten erörtert, die entweder auf radikale Varianten Antworten geben oder Religion als soziale Kompetenz begreifen. Im Fokus stehen außerdem interreligiöse Dialoge.
Ronald Lutz, Jg. 1951, Dr. phil., ist Professor für die »Soziologie besonderer Lebenslagen« an der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Erfurt (University of Applied Sciences). Prof. Dr. Doron Kiesel ist seit 2016 Direktor der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland, die Ende 2026 in die Jüdische Akademie übergehen wird. Nach Studien der Soziologie und Erziehungswissenschaften in Jerusalem, Frankfurt und Heidelberg war er 1998-2016 Professor für Interkulturelle und Internationale Pädagogik in Erfurt.
Er publiziert zu antisemitismuskritischer Bildung, Migration, Integration ethnisch-kultureller Minderheiten, russischsprachiger jüdischer Zuwanderung, Diversität und Erinnerungskultur.