Revolte für den Frieden. Nachlese, Erinnerung und Kontroversen - Mit Beiträgen von Helmut Donat und Lothar Wieland

Par : Kurt Eisner, Peter Bürger
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  • Nombre de pages404
  • FormatePub
  • ISBN978-3-8192-3685-3
  • EAN9783819236853
  • Date de parution02/05/2025
  • Protection num.pas de protection
  • Taille4 Mo
  • Infos supplémentairesepub
  • ÉditeurBoD - Books on Demand

Résumé

Mit diesem dritten Band liegt die friedensbewegte "Trilogie" zum Pazifisten, Revolutionär und bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner (1867-1919) für die Schalom-Bibliothek nunmehr vollständig vor. Nach der umfangreichen Sammlung von "Texten wider die deutsche Kriegstüchtigkeit" aus den Jahren 1893-1918 folgte das Lesebuch "Kurt Eisner als Revolutionär und Ankläger des deutschen Militarismus", eingeleitet durch eine erstmals 1929 erschienene biographische Darstellung von Felix Fechenbach.
Aus dem Anspruch, möglichst alle für eine pazifistische Re-Lektüre bedeutsamen Arbeiten bzw. Primärquellen zusammenzuführen, erwuchs sodann die Bearbeitung der hier unter dem Titel "Revolte für den Frieden" dargebotenen Nachlese zu drei Abteilungen: 1. Zeit des Kaiserreichs bis zum Weltkrieg (1891-1914) - 2. Kriegszeit: vor dem Bruch mit der Mehrheits-SPD (1914/1915) - 3. Antikriegs-Streik und Revolution (1918/19). Ohne das Aktionsfeld der Kultur ist Eisners Kampf als Sozialist und Pazifist nicht nachvollziehbar.
Der Dichter und seine Dichtungen dürfen auch deshalb nicht unterschlagen werden. Die vollständige Darbietung des 1918 im Gefängnis vollendeten Bühnenwerks "Die Götterprüfung - Eine weltpolitische Posse in fünf Akten" soll dem Lesepublikum die Bedeutung der künstlerischen Formen des Aufstandes gegen Militarismus und Krieg vor Augen führen. Erschütternd ist, was Helmut Donat in einer abschließenden Abteilung zur Erinnerung an Kurt Eisner - zur Geschichte eines schwierigen oder sogar verweigerten Gedenkens - mitteilt.
Bedacht werden zudem in einem Beitrag des verstorbenen Historikers Lothar Wieland die vor einem Jahrhundert ausgetragenen Kontroversen. Das hat mit gelehrter Staubwedelei rein gar nichts zu tun. So erfüllt z. B. die Konstruktion einer Scheidung von sogenannter "Verantwortungsethik" und "Gesinnungsethik" (Max Weber) noch immer ihre ideologische Funktion: Wer durch technologische Revolutionen und eine ultimative Aufrüstung - zulasten aller sozialen Felder unserer Lebenswirklichkeit - den nächsten großen Krieg auf dem Globus vorbereitet, kommt zur besten Sendezeit als "Realpolitiker" und "Anwalt der Vernunft" auf die Bühne! Jene aber, die sich dem allgegenwärtigen Irrationalismus der Kriegsertüchtiger nicht fügen, heißen - wie ehedem - "Narren" und "Unheilspropheten" - oder alt- wie neudeutsch: "Lumpenpazifisten". edition pace. Regal: Pazifisten & Antimilitaristen aus jüdischen Familien 8, herausgegeben und bearbeitet von Peter Bürger.
Mit diesem dritten Band liegt die friedensbewegte "Trilogie" zum Pazifisten, Revolutionär und bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner (1867-1919) für die Schalom-Bibliothek nunmehr vollständig vor. Nach der umfangreichen Sammlung von "Texten wider die deutsche Kriegstüchtigkeit" aus den Jahren 1893-1918 folgte das Lesebuch "Kurt Eisner als Revolutionär und Ankläger des deutschen Militarismus", eingeleitet durch eine erstmals 1929 erschienene biographische Darstellung von Felix Fechenbach.
Aus dem Anspruch, möglichst alle für eine pazifistische Re-Lektüre bedeutsamen Arbeiten bzw. Primärquellen zusammenzuführen, erwuchs sodann die Bearbeitung der hier unter dem Titel "Revolte für den Frieden" dargebotenen Nachlese zu drei Abteilungen: 1. Zeit des Kaiserreichs bis zum Weltkrieg (1891-1914) - 2. Kriegszeit: vor dem Bruch mit der Mehrheits-SPD (1914/1915) - 3. Antikriegs-Streik und Revolution (1918/19). Ohne das Aktionsfeld der Kultur ist Eisners Kampf als Sozialist und Pazifist nicht nachvollziehbar.
Der Dichter und seine Dichtungen dürfen auch deshalb nicht unterschlagen werden. Die vollständige Darbietung des 1918 im Gefängnis vollendeten Bühnenwerks "Die Götterprüfung - Eine weltpolitische Posse in fünf Akten" soll dem Lesepublikum die Bedeutung der künstlerischen Formen des Aufstandes gegen Militarismus und Krieg vor Augen führen. Erschütternd ist, was Helmut Donat in einer abschließenden Abteilung zur Erinnerung an Kurt Eisner - zur Geschichte eines schwierigen oder sogar verweigerten Gedenkens - mitteilt.
Bedacht werden zudem in einem Beitrag des verstorbenen Historikers Lothar Wieland die vor einem Jahrhundert ausgetragenen Kontroversen. Das hat mit gelehrter Staubwedelei rein gar nichts zu tun. So erfüllt z. B. die Konstruktion einer Scheidung von sogenannter "Verantwortungsethik" und "Gesinnungsethik" (Max Weber) noch immer ihre ideologische Funktion: Wer durch technologische Revolutionen und eine ultimative Aufrüstung - zulasten aller sozialen Felder unserer Lebenswirklichkeit - den nächsten großen Krieg auf dem Globus vorbereitet, kommt zur besten Sendezeit als "Realpolitiker" und "Anwalt der Vernunft" auf die Bühne! Jene aber, die sich dem allgegenwärtigen Irrationalismus der Kriegsertüchtiger nicht fügen, heißen - wie ehedem - "Narren" und "Unheilspropheten" - oder alt- wie neudeutsch: "Lumpenpazifisten". edition pace. Regal: Pazifisten & Antimilitaristen aus jüdischen Familien 8, herausgegeben und bearbeitet von Peter Bürger.