Prora brennt - ein Ort, der Geschichte trägt wie Asche unter der Haut. Gregor Taschendorf hat sieben Geschichten geschrieben, die an diesem riesigen, stummen Monument der deutschen Vergangenheit spielen: dem Koloss von Rügen, dem nie vollendeten KdF-Seebad, das später Urlaubsquartier der DDR-Gewerkschaften wurde. Hier, zwischen Ostseewind und Kiefernwäldern, entfaltet Taschendorf sein eigentliches Thema: den Verrat in all seinen Formen.
Der Verrat in diesen Geschichten ist kein lautes Ereignis.
Er riecht nach Wachsplatten in einem schlecht beleuchteten Kellerraum, versteckt sich in einer abgestellten Zuckerdose, kauert hinter der nächsten Schlüsselliste. Taschendorfs Figuren sind keine Helden und keine Monster - sie sind Menschen in engen Systemen, die kleine Entscheidungen treffen, aus denen große Schuld entsteht.
Die Sprache ist präzise und karg, dabei von großer atmosphärischer Dichte.
Taschendorf schreibt mit der Nüchternheit eines Protokolls und erreicht damit eine Spannung, die unter die Haut geht. Der Leser beobachtet, wie Erwin Kästner Abweichungen notiert, Ordner beschriftet, Schritte im Flur identifiziert - und spürt dabei, wie sich das Netz immer enger zieht, ohne dass jemand laut schreit.
Dieser Erzählband ist eine literarische Entdeckung für alle, die starke, atmosphärische Kurzprosa schätzen und sich für die dunklen Winkel der deutschen Geschichte interessieren.
Prora brennt - ein Ort, der Geschichte trägt wie Asche unter der Haut. Gregor Taschendorf hat sieben Geschichten geschrieben, die an diesem riesigen, stummen Monument der deutschen Vergangenheit spielen: dem Koloss von Rügen, dem nie vollendeten KdF-Seebad, das später Urlaubsquartier der DDR-Gewerkschaften wurde. Hier, zwischen Ostseewind und Kiefernwäldern, entfaltet Taschendorf sein eigentliches Thema: den Verrat in all seinen Formen.
Der Verrat in diesen Geschichten ist kein lautes Ereignis.
Er riecht nach Wachsplatten in einem schlecht beleuchteten Kellerraum, versteckt sich in einer abgestellten Zuckerdose, kauert hinter der nächsten Schlüsselliste. Taschendorfs Figuren sind keine Helden und keine Monster - sie sind Menschen in engen Systemen, die kleine Entscheidungen treffen, aus denen große Schuld entsteht.
Die Sprache ist präzise und karg, dabei von großer atmosphärischer Dichte.
Taschendorf schreibt mit der Nüchternheit eines Protokolls und erreicht damit eine Spannung, die unter die Haut geht. Der Leser beobachtet, wie Erwin Kästner Abweichungen notiert, Ordner beschriftet, Schritte im Flur identifiziert - und spürt dabei, wie sich das Netz immer enger zieht, ohne dass jemand laut schreit.
Dieser Erzählband ist eine literarische Entdeckung für alle, die starke, atmosphärische Kurzprosa schätzen und sich für die dunklen Winkel der deutschen Geschichte interessieren.