Operation vor laufender Kamera. Dr. Daniel 83 – Arztroman

Par : Marie Francoise
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  • Nombre de pages100
  • FormatePub
  • ISBN978-3-7409-1227-7
  • EAN9783740912277
  • Date de parution14/12/2016
  • Protection num.Digital Watermarking
  • Taille174 Ko
  • Infos supplémentairesepub
  • ÉditeurKelter Media

Résumé

Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen - und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. Seit zwei Stunden brütete Eberhard Schütz nun schon über einem Wust von Papieren, doch er konnte rechnen, soviel er wollte - seine Gemeinde Steinhausen steckte tief in den roten Zahlen. Bürgermeister Schütz seufzte abgrundtief und zupfte unaufhörlich an seinem Ohrläppchen, wie er es immer tat, wenn er scharf nachdachte.
Doch alles Grübeln nützte nichts. Die Ausgaben der Gemeinde waren im vergangenen Jahr nun mal beträchtlich höher gewesen als die Einnahmen, und es sah nicht so aus, als würde sich in diesem Jahr sehr viel daran ändern. »Was ist los, Eberhard?« wollte seine Frau Waltraud wissen, die hier im Ort zu den gefürchtetsten Klatschbasen zählte. »Nichts« , behauptete Bürgermeister Schütz mit bekümmertem Gesicht. »Genauso schaust du aus« , urteilte Waltraud, dann warf sie einen Blick über seine Schulter. Rasch deckte der Bürgermeister die Papiere mit einer Hand zu.
»Das sind Dokumente, die dich nichts angehen. Immerhin.« »Die Gemeinde hat also Schulden« , vermutete Waltraud. Die Papiere, auf die sie einen kurzen Blick hatte werfen können, waren für sie zwar nichts anderes als böhmische Dörfer, aber sie kannte ihren Mann lange genug, um zu wissen, daß seine abgrundtiefen Seufzer und sein kummervoller Blick nur mit Geldsorgen zusammenhängen konnten. Da das Konto der Familie Schütz aber wohlgefüllt war, deuteten seine Symptome auf die anscheinend leere Geldkasse hin. Bürgermeister Schütz schwieg mit zusammengepreßten Lippen.
Eine deutlichere Antwort hätte er seiner Frau kaum geben können. Waltraud setzte sich ihm gegenüber und schlug die Beine übereinander, was bei ihrem Übergewicht nicht sehr graziös wirkte. »Ich habe es dir ja immer gesagt - Steinhausen bräuchte eine Kurklinik, dann würde
Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen - und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. Seit zwei Stunden brütete Eberhard Schütz nun schon über einem Wust von Papieren, doch er konnte rechnen, soviel er wollte - seine Gemeinde Steinhausen steckte tief in den roten Zahlen. Bürgermeister Schütz seufzte abgrundtief und zupfte unaufhörlich an seinem Ohrläppchen, wie er es immer tat, wenn er scharf nachdachte.
Doch alles Grübeln nützte nichts. Die Ausgaben der Gemeinde waren im vergangenen Jahr nun mal beträchtlich höher gewesen als die Einnahmen, und es sah nicht so aus, als würde sich in diesem Jahr sehr viel daran ändern. »Was ist los, Eberhard?« wollte seine Frau Waltraud wissen, die hier im Ort zu den gefürchtetsten Klatschbasen zählte. »Nichts« , behauptete Bürgermeister Schütz mit bekümmertem Gesicht. »Genauso schaust du aus« , urteilte Waltraud, dann warf sie einen Blick über seine Schulter. Rasch deckte der Bürgermeister die Papiere mit einer Hand zu.
»Das sind Dokumente, die dich nichts angehen. Immerhin.« »Die Gemeinde hat also Schulden« , vermutete Waltraud. Die Papiere, auf die sie einen kurzen Blick hatte werfen können, waren für sie zwar nichts anderes als böhmische Dörfer, aber sie kannte ihren Mann lange genug, um zu wissen, daß seine abgrundtiefen Seufzer und sein kummervoller Blick nur mit Geldsorgen zusammenhängen konnten. Da das Konto der Familie Schütz aber wohlgefüllt war, deuteten seine Symptome auf die anscheinend leere Geldkasse hin. Bürgermeister Schütz schwieg mit zusammengepreßten Lippen.
Eine deutlichere Antwort hätte er seiner Frau kaum geben können. Waltraud setzte sich ihm gegenüber und schlug die Beine übereinander, was bei ihrem Übergewicht nicht sehr graziös wirkte. »Ich habe es dir ja immer gesagt - Steinhausen bräuchte eine Kurklinik, dann würde