Medienvertrauen – eine vergleichende Perspektive
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- Nombre de pages16
- FormatPDF
- ISBN978-3-7965-3652-6
- EAN9783796536526
- Date de parution21/11/2016
- Protection num.Adobe DRM
- Taille2 Mo
- Infos supplémentairespdf
- ÉditeurSchwabe & Co
Résumé
Nicht nur die Orientierungsfunktion der Medien und die Akzeptanz von politischen Regelungen, sondern auch der Verkaufserfolg und die Reputation einzelner Medientitel hängen zentral mit dem Vertrauen in das Mediensystem zusammen. Unter erodierendem Medienvertrauen leidet nicht nur die Orientierungsfähigkeit des Individuums, sondern auch jene der ganzen Gesellschaft. Dann werden die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, zwischen Wahrheit und Lüge durchlässiger.
Die Gefahr für irrationale Entscheidungen in Politik und Wirtschaft steigt und das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die staatstragenden Institutionen und die politischen Entscheidungen nimmt ab. Nicht zuletzt ist das Vertrauen ins Mediensystem auch ein Schlüsselfaktor dafür, dass Nutzerinnen und Nutzer für qualitativ hochwertigen Newsjournalismus überhaupt zu bezahlen bereit sind. Deshalb ist die Vertrauensfrage auch für die Branche selbst von zentraler Bedeutung. Diese Studie zeigt, dass wer regelmässig traditionelle Informationsmedien nutzt, ein grösseres Vertrauen ins Mediensystem entwickelt.
Umgekehrt geht Vertrauen verloren, wenn die ritualisierte Newsnutzung wegbricht und somit einzelne Medienmarken aufgrund eines entbündelten Nachrichtenkonsums auf Social Networks an Bedeutung verlieren. Wer zudem häufiger Nachrichten des öffentlichen Rundfunks nutzt, hat grösseres Vertrauen ins Mediensystem. Dieser Befund bestätigt sich im internationalen Vergleich und für die Schweiz. Ein positives Mediensystemvertrauen erhöht bei den Nutzern gleichzeitig die Zahlungsbereitschaft für News wie auch die Bereitschaft, Werbung, z.
B. bei Onlinemedien, zu akzeptieren. In der Schweiz ist das Vertrauen in das Mediensystem im Ländervergleich vergleichsweise hoch. Bezüglich Zahlungsbereitschaft belegt die Schweiz von den 26 untersuchten Ländern einen Platz im Mittelfeld.
Die Gefahr für irrationale Entscheidungen in Politik und Wirtschaft steigt und das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die staatstragenden Institutionen und die politischen Entscheidungen nimmt ab. Nicht zuletzt ist das Vertrauen ins Mediensystem auch ein Schlüsselfaktor dafür, dass Nutzerinnen und Nutzer für qualitativ hochwertigen Newsjournalismus überhaupt zu bezahlen bereit sind. Deshalb ist die Vertrauensfrage auch für die Branche selbst von zentraler Bedeutung. Diese Studie zeigt, dass wer regelmässig traditionelle Informationsmedien nutzt, ein grösseres Vertrauen ins Mediensystem entwickelt.
Umgekehrt geht Vertrauen verloren, wenn die ritualisierte Newsnutzung wegbricht und somit einzelne Medienmarken aufgrund eines entbündelten Nachrichtenkonsums auf Social Networks an Bedeutung verlieren. Wer zudem häufiger Nachrichten des öffentlichen Rundfunks nutzt, hat grösseres Vertrauen ins Mediensystem. Dieser Befund bestätigt sich im internationalen Vergleich und für die Schweiz. Ein positives Mediensystemvertrauen erhöht bei den Nutzern gleichzeitig die Zahlungsbereitschaft für News wie auch die Bereitschaft, Werbung, z.
B. bei Onlinemedien, zu akzeptieren. In der Schweiz ist das Vertrauen in das Mediensystem im Ländervergleich vergleichsweise hoch. Bezüglich Zahlungsbereitschaft belegt die Schweiz von den 26 untersuchten Ländern einen Platz im Mittelfeld.



