Was verbirgt sich in den Betonhohlräumen des Westwall? Gerhard Möllenkamp entführt den Leser in eine der faszinierendsten und unheimlichsten Landschaften Deutschlands: das Netz aus Tausenden von Bunkern, Kasematten und unterirdischen Gängen, das sich entlang der ehemaligen Reichswestgrenze durch Eifel, Hunsrück und Saarland zieht. In sieben atmosphärisch dichten Kriminalgeschichten werden diese stummen Betonzeugen des Zweiten Weltkrieges zum Schauplatz moderner Verbrechen.
Im Mittelpunkt steht der pensionierte Grundschullehrer Konrad Fahl, der seit fast zwei Jahrzehnten den Westwall akribisch dokumentiert - Inschrift für Inschrift, Einschussmarke für Einschussmarke.
Ein stiller, gewissenhafter Mann, der in den verlassenen Bunkern Geschichte konserviert. Doch als er bei einer seiner einsamen Dokumentationstouren in einem unbekannten Seitengang auf einen Toten stößt, gerät er in den Strudel einer kriminalistischen Gegenwart, die mit der Vergangenheit des Ortes untrennbar verwoben scheint.
An seiner Seite ermittelt die pragmatische Staatsanwältin Lena Bauer, deren knappe, präzise Art einen wirkungsvollen Kontrast zu Fahls ruhiger Besessenheit bildet.
Möllenkamp erzählt mit großer sprachlicher Sorgfalt und einem feinen Gespür für Atmosphäre: Der Geruch von Jahrzehnten in einem verlassenen Bunker, das Schmatzen von aufgeweichtem Lehm unter den Stiefeln, der Nebel im Eifeler Unterholz - all das macht die Kulisse dieser Geschichten körperlich spürbar.
Das Besondere an diesem Band liegt in der Verknüpfung zweier Zeitebenen. Die Betonbauten selbst sind stumme Archive des Krieges, und Möllenkamp nutzt diese historische Aufladung konsequent, ohne je in den Modus des Lehrbuches zu verfallen.
Geschichte und Gegenwart durchdringen einander auf leise, beunruhigende Weise.
Ein Lesevergnügen für Krimifreunde, die Wert auf Milieu, Figuren und Sprache legen.
Was verbirgt sich in den Betonhohlräumen des Westwall? Gerhard Möllenkamp entführt den Leser in eine der faszinierendsten und unheimlichsten Landschaften Deutschlands: das Netz aus Tausenden von Bunkern, Kasematten und unterirdischen Gängen, das sich entlang der ehemaligen Reichswestgrenze durch Eifel, Hunsrück und Saarland zieht. In sieben atmosphärisch dichten Kriminalgeschichten werden diese stummen Betonzeugen des Zweiten Weltkrieges zum Schauplatz moderner Verbrechen.
Im Mittelpunkt steht der pensionierte Grundschullehrer Konrad Fahl, der seit fast zwei Jahrzehnten den Westwall akribisch dokumentiert - Inschrift für Inschrift, Einschussmarke für Einschussmarke.
Ein stiller, gewissenhafter Mann, der in den verlassenen Bunkern Geschichte konserviert. Doch als er bei einer seiner einsamen Dokumentationstouren in einem unbekannten Seitengang auf einen Toten stößt, gerät er in den Strudel einer kriminalistischen Gegenwart, die mit der Vergangenheit des Ortes untrennbar verwoben scheint.
An seiner Seite ermittelt die pragmatische Staatsanwältin Lena Bauer, deren knappe, präzise Art einen wirkungsvollen Kontrast zu Fahls ruhiger Besessenheit bildet.
Möllenkamp erzählt mit großer sprachlicher Sorgfalt und einem feinen Gespür für Atmosphäre: Der Geruch von Jahrzehnten in einem verlassenen Bunker, das Schmatzen von aufgeweichtem Lehm unter den Stiefeln, der Nebel im Eifeler Unterholz - all das macht die Kulisse dieser Geschichten körperlich spürbar.
Das Besondere an diesem Band liegt in der Verknüpfung zweier Zeitebenen. Die Betonbauten selbst sind stumme Archive des Krieges, und Möllenkamp nutzt diese historische Aufladung konsequent, ohne je in den Modus des Lehrbuches zu verfallen.
Geschichte und Gegenwart durchdringen einander auf leise, beunruhigende Weise.
Ein Lesevergnügen für Krimifreunde, die Wert auf Milieu, Figuren und Sprache legen.