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Jahrbuch für Kulinaristik, Bd 1, 2017. The German Journal of Food Studies and Hospitality. Wissenschaft — Kultur — Praxis

Par : Alois Wierlacher, Burckhard Dücker, Ludwig M. Eichinger, Nicole Graf, Irmela Hijiya-Kirschnereit
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  • Nombre de pages552
  • FormatPDF
  • ISBN978-3-86205-970-6
  • EAN9783862059706
  • Date de parution08/02/2018
  • Protection num.Digital Watermarking
  • Taille36 Mo
  • Infos supplémentairespdf
  • ÉditeurIudicium

Résumé

Essen und Trinken sind nutritive Grundbedürfnisse und Lustquellen menschlichen Daseins, nichtdelegierbare Handlungen, kulturtragende Formen der Kommunikation, Anker der Gastlichkeit, Situationen, Symbolsysteme und Rituale, Agrar-, Handel- und Industrieprodukte, Selbstbehauptungsmedien und Bestände der kulturellen Gedächtnisse. All diese Bedeutungen werden im Leben der Menschen mit kommunikativen, juristischen, politischen, religiösen, ästhetischen, hygienischen, ethischen und moralischen Faktoren ihres Zusammenlebens verknüpft. In ihrer Gesamtheit prägt die Bedeutungs- und Faktorenfülle menschliches Leben in einem so umfassenden Maße, dass man vom Essen und Trinken als einem 'sozialen Totalphänomen' gesprochen hat (Marcel Mauss). Soll dieses 'Totalphänomen' in seiner globalen Komplexität erforscht und vermittelt werden, reicht eine singuläre Disziplin nicht hin.
Dann wird eine vielstimmige Erkenntnisarbeit benötigt, die das Nachdenken der einzelnen Disziplinen im Horizont einer Theorie und Praxis übergreifenden Sicht zusammenführt. Als Bezeichnung für diese Sicht hat Alois Wierlacher den Ausdruck 'Kulinaristik' geprägt (von lat. culina, die Küche). Er ist ein Klammerbegriff ähnlich wie die Begriffe 'Medizin' oder 'Chemie'. Er fasst die vielseitige Erforschung und Vermittlung der Rolle und Funktion des Essens und Trinkens im Aufbau der Kultur(en), in der Verständigung zwischen den Menschen und im Leben des einzelnen ins Wort. Dieser Aufgabe dient auch das Jahrbuch.
Es wird im Auftrag des Kulinaristik-Forums von renommierten Vertretern verschiedener Sachgebiete herausgegeben. Sein kompositorisches Konzept ist nicht die Einsinnigkeit, sondern eine dem Gegenstand adäquate Vielfalt von Formen und Farben der Annäherungen.