Innere Bilder – äußere Schau. Studien zum Mediendispositiv des frühneuzeitlichen Jesuitenordens

Par : Jenny Körber, Nadine Amsler, Birgit Emich, Markus Friedrich
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  • Nombre de pages369
  • FormatPDF
  • ISBN978-3-412-52669-6
  • EAN9783412526696
  • Date de parution22/01/2024
  • Protection num.pas de protection
  • Taille18 Mo
  • Infos supplémentairespdf
  • ÉditeurBöhlau

Résumé

Mit ihrem neuartigen Medieneinsatz revolutionierten die frühen Jesuiten die darstellende und bildende Kunst ihrer Zeit. Ein vergleichender Blick auf das Schauspiel, den Sakralbau und die Malerei ermöglicht die Rekonstruktion eines Mediendispositivs, das seine Schlagkraft bis in die Gegenwart hinein behauptet. Die an der Schnittstelle von Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte angesiedelte Arbeit stellt die Frage nach der Herkunft, der Funktion sowie der theologischen und frömmigkeitsdidaktischen Argumentation hinter dem Medieneinsatz des Ordens.
Der Schwerpunkt liegt auf den Theaterproduktionen der Jesuiten, die mit Fest- und Aufführungsberichten und Legenden sowie mit dem Sakralbau und ephemerer Apparatur in Beziehung zueinander gesetzt und gelesen werden sollen. Die Autorin weist nach, dass das Schauspiel der Jesuiten in einem medialen Verbund besteht, in dem einzelne Kunstformen in synergetischer Weise miteinander interagieren, um über sie - auf der Basis jesuitischer Spiritualität und Frömmigkeitspraktiken - eine neuartige Lektüre-, Rezeptions- und Imaginationstechnik zur Schulung und Disziplinierung des Imaginationsapparates zu implementieren.
Der Fokus liegt auf den künstlerischen Erzeugnissen der römischen und der deutschen Ordensprovinz in einem Zeitraum von 1597-1739.
Jenny Körber ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Europäische Geschichte frühe Neuzeit an der Universität Hamburg. Nadine Amsler ist Professeure assistante SNF PRIMA an der Université de Fribourg sowie Assoziierte Forscherin am Historischen Institut der Universität Bern. Birgit Emich ist Professorin für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Sie hat in Freiburg Geschichte und Politikwissenschaften studiert und war von 2010 bis 2016 Inhaberin des Lehrstuhls für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Sie ist Mitglied im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands sowie in der Vereinigung für Verfassungsgeschichte. Von 2012 bis 2019 gehörte sie dem Fachkollegium Geschichtswisssenschaft der DFG an.
Sie ist Mitherausgeberin mehrerer Zeitschriften und Reihen sowie Mitglied der Wissenschaftlichen Beiräte der Gerda-Henkel-Stiftung, des Deutschen Historischen Instituts in Rom, des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte in Mainz sowie des Historischen Kollegs in München. Aktuell leitet sie die DFG-Kollegforschungsgruppe "Polyzentrik und Pluralität vormoderner Christentümer" an der Universität Frankfurt am Main. Dr.
Markus Friedrich ist Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Hamburg.