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Heinrich Wildner Tagebücher 1938-1944. "Heute geht es gegen die Juden, morgen kann es gegen die anderen gehen…"

Par : Gertrude Enderle-Burcel, Roland Starch, Robert Kriechbaumer
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  • Nombre de pages967
  • FormatPDF
  • ISBN978-3-205-21454-0
  • EAN9783205214540
  • Date de parution10/10/2022
  • Protection num.pas de protection
  • Taille7 Mo
  • Infos supplémentairespdf
  • ÉditeurBöhlau

Résumé

Eines der wesentlichen Themen der Holocaust-Forschung ist die Frage nach dem Wissen der Zeitgenossen um die Verfolgung der Juden. Heinrich Wildner (1879-1957) - das zeigen seine Tagebücher der Jahre 1938 bis 1944 - wusste sehr viel. Der kaltgestellte, aber immer noch gut vernetzte ehemalige Spitzendiplomat liefert detaillierte Angaben zu Geschehnissen in Wien, zu Kriegs- und Frontereignissen, zum Verhalten vieler seiner ehemaligen Kollegen und Zeitgenossen aus Verwaltung und Politik, zu Gerüchten, zu Witzen, die im Umlauf waren.
Auch die rasch eingetretene antideutschen Stimmung der Bevölkerung kommentierte er. Durchgängig finden sich Hinweise auf nationalsozialistischen Gräueltaten, auf Entrechtung, Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung in Österreich und in den besetzten Gebieten, auf die Enteignung von Klöstern und Großgrundbesitz von Adeligen, auf Kunstraub, Euthanasie, Zwangsarbeiter und Kriegsverbrechen. Die Texte zeigen von den Inhalten und Formulierungen her eine erschreckende Parallelität zum aktuellen Krieg in der Ukraine.
Am 3. September 1939 gibt es den Eintrag: "Übrigens ein merkwürdiger Krieg, er wird gar nicht Krieg genannt, sondern Gewaltanwendung, die der Gewalt entgegengesetzt wird."
Antisemitismus in Österreich 1933-1938
Gertrude Enderle-Burcel, Ilse Reiter-Zatloukal, Thomas Albrich, Ewald Wiederin, Stefan Schima
E-book
95,00 €