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Gehirn&Geist 9/22 - Unsere dunkle Seite. Warum wir alle ein wenig narzisstisch und machthungrig sind
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- Nombre de pages80
- FormatPDF
- ISBN978-3-95892-670-7
- EAN9783958926707
- Date de parution05/08/2022
- Protection num.Digital Watermarking
- Taille6 Mo
- Infos supplémentairespdf
- ÉditeurSpektrum der Wissenschaft
Résumé
Was ist wahr und was nur »gefühlt wahr« oder gar falsch? Viele Menschen haben heute offenbar ein Problem damit, zwischen gesicherten Fakten, Halbwahrheiten und Lügen zu unterscheiden. Denn das Internet und dort wiederum vor allem die sozialen Medien werden geflutet von Propaganda, Falschbehauptungen und Verdrehungen der Wahrheit.
In unserer neuen Kolumne »Fakt und Fiktion« setzt sich die Psychologin Pia Lamberty mit populären Behauptungen auseinander und prüft sie auf Stichhaltig¬keit.
Zum Einstieg widmet sie sich dem Internet und dem bisweilen rüden Um¬gangston in sozialen Medien. Stimmt es wirklich, dass uns die virtuelle Auseinan¬dersetzung in Foren und Kommentar-spalten einander eher angiften lässt? Oder tritt hier nur offen zu Tage, dass es eben auch Zeitgenossen gibt, die es online ebenso wie im wahren Leben an Feingefühl vermissen lassen und gern verbal austeilen? Ein Thema, bei dem die Emotionen besonders schnell hoch¬kochen, ist das so genannte Gendern - das Bemühen um eine inklusivere Sprache, die Frauen und Diverse nicht per generischem Maskulinum ausschließt, sondern sichtbar macht.
Bereits die Nennung beider Geschlechter in einem Text wie etwa »Forsche¬rinnen und Forscher« führt auch in unserer Redaktion oft zu erbosten Leserbriefen. Doch wird das Denken überhaupt so sehr von linguistischen Strukturen geformt, wie Befürworter des Genderns glauben? Die Philosophin Luisa Maria Schulz geht dieser Frage ab S. 22 nach. Hier stehen sich meist zwei Positionen gegenüber: Laut der einen setzt etwa das generische Maskulinum seit Jahrhunderten gewachsene Machtstrukturen linguistisch fort, gemäß der anderen wird mit der bewussten Verwendung beider Geschlechterformen oder gar durch Sternchen, Binnen-Is oder -Doppelpunkte die Sprache sexualisiert. Unser Artikel wird diese Diskussion sicher nicht beenden, hilft aber dabei, sich ein eigenes, differenziertes Urteil zu bilden.
Wie stehen Sie persönlich zu dem Thema? Ich würde mich freuen, Ihre Meinung darüber zu erfahren. Herzlichst Ihr, Daniel Lingenhöhl, Chefredakteur.
Zum Einstieg widmet sie sich dem Internet und dem bisweilen rüden Um¬gangston in sozialen Medien. Stimmt es wirklich, dass uns die virtuelle Auseinan¬dersetzung in Foren und Kommentar-spalten einander eher angiften lässt? Oder tritt hier nur offen zu Tage, dass es eben auch Zeitgenossen gibt, die es online ebenso wie im wahren Leben an Feingefühl vermissen lassen und gern verbal austeilen? Ein Thema, bei dem die Emotionen besonders schnell hoch¬kochen, ist das so genannte Gendern - das Bemühen um eine inklusivere Sprache, die Frauen und Diverse nicht per generischem Maskulinum ausschließt, sondern sichtbar macht.
Bereits die Nennung beider Geschlechter in einem Text wie etwa »Forsche¬rinnen und Forscher« führt auch in unserer Redaktion oft zu erbosten Leserbriefen. Doch wird das Denken überhaupt so sehr von linguistischen Strukturen geformt, wie Befürworter des Genderns glauben? Die Philosophin Luisa Maria Schulz geht dieser Frage ab S. 22 nach. Hier stehen sich meist zwei Positionen gegenüber: Laut der einen setzt etwa das generische Maskulinum seit Jahrhunderten gewachsene Machtstrukturen linguistisch fort, gemäß der anderen wird mit der bewussten Verwendung beider Geschlechterformen oder gar durch Sternchen, Binnen-Is oder -Doppelpunkte die Sprache sexualisiert. Unser Artikel wird diese Diskussion sicher nicht beenden, hilft aber dabei, sich ein eigenes, differenziertes Urteil zu bilden.
Wie stehen Sie persönlich zu dem Thema? Ich würde mich freuen, Ihre Meinung darüber zu erfahren. Herzlichst Ihr, Daniel Lingenhöhl, Chefredakteur.



