SOLDES
Jusqu'à -70% sur une sélection d'articles*
Gehirn&Geist 12/2020 Schöner Schmerz. Zwischen Leid und Lust
Par :Formats :
Disponible dans votre compte client Decitre ou Furet du Nord dès validation de votre commande. Le format PDF est :
- Compatible avec une lecture sur My Vivlio (smartphone, tablette, ordinateur)
- Compatible avec une lecture sur liseuses Vivlio
- Pour les liseuses autres que Vivlio, vous devez utiliser le logiciel Adobe Digital Edition. Non compatible avec la lecture sur les liseuses Kindle, Remarkable et Sony
, qui est-ce ?Notre partenaire de plateforme de lecture numérique où vous retrouverez l'ensemble de vos ebooks gratuitement
Pour en savoir plus sur nos ebooks, consultez notre aide en ligne ici
- Nombre de pages88
- FormatPDF
- ISBN978-3-95892-473-4
- EAN9783958924734
- Date de parution06/11/2020
- Protection num.Digital Watermarking
- Taille10 Mo
- Infos supplémentairespdf
- ÉditeurSpektrum der Wissenschaft
Résumé
Manche Menschen treiben gerne Sport. Sie laufen Marathon, überqueren die Alpen auf dem Fahrrad oder verbringen mehrere Stunden pro Woche im Fitnesscenter. Ich gehöre nicht dazu. Das "Runner's High" kenne ich nur aus Erzählungen - mir geht die Puste aus, lange bevor ein solches Hochgefühl einsetzen könnte. Und Muskel¬kater empfinde ich vor allem als unangenehm. Mein Vater ist da an¬ders. Ihm bringt das Brennen in den Muskeln nach Anstrengung eine gewisse Genugtuung und Freude.
Den Schmerz interpretiert er positiv: als ein sicheres Zeichen, dass er sich angestrengt und seinem Körper etwas Gutes getan hat. In unserer Titelgeschichte von Frank Luerweg ab geht es um diese Art von süßer Pein. Menschen erleben sie nicht nur durch sportliche Betätigung, sondern zum Beispiel auch beim Genuss scharfer Speisen. Das Brennen auf der Zunge wird durch einen hitzeempfindlichen Schmerzrezeptor vermittelt.
Ein Gericht mit Chili kann so eine milde Wärme auslösen oder sich, bei entsprechender Schärfe, sogar wie heiße Kohlen im Mund anfühlen. Dass wir so mancher Qual etwas Angenehmes abgewinnen können, verdanken wir der aufwändigen Verarbeitung von Schmerzreizen im Gehirn. Denn nicht nur die Intensität und Art solcher Signale bestimmt, wie wir sie wahrnehmen, son¬dern auch der Kontext, unsere Stimmung, Emotionen, Erfah¬rungen, Überzeugungen und mehr.
Die Infografik auf S. 20 illustriert dieses komplexe Wechselspiel an Eindrücken. Vielleicht gibt es daher selbst für mich als Sportmuffel noch Hoffnung, das Ziehen in den Muskeln lieben zu lernen. Schließlich ist mir das mit Chilis bereits gelungen. Anfangs habe ich deren feurige Schärfe weitestgehend vermieden. Nachdem ich die mexikanische Küche für mich entdeckt habe, schmeckt mir auch die Salsa mit Habaneros immer besser.
Ich freue mich schon darauf, wenn ich das nächste Mal meine Zunge auf diese Weise zum Glühen bringe! Herzlich Ihre Michaela Maya-Mrschtik, Redaktion Gehirn&Geist
Den Schmerz interpretiert er positiv: als ein sicheres Zeichen, dass er sich angestrengt und seinem Körper etwas Gutes getan hat. In unserer Titelgeschichte von Frank Luerweg ab geht es um diese Art von süßer Pein. Menschen erleben sie nicht nur durch sportliche Betätigung, sondern zum Beispiel auch beim Genuss scharfer Speisen. Das Brennen auf der Zunge wird durch einen hitzeempfindlichen Schmerzrezeptor vermittelt.
Ein Gericht mit Chili kann so eine milde Wärme auslösen oder sich, bei entsprechender Schärfe, sogar wie heiße Kohlen im Mund anfühlen. Dass wir so mancher Qual etwas Angenehmes abgewinnen können, verdanken wir der aufwändigen Verarbeitung von Schmerzreizen im Gehirn. Denn nicht nur die Intensität und Art solcher Signale bestimmt, wie wir sie wahrnehmen, son¬dern auch der Kontext, unsere Stimmung, Emotionen, Erfah¬rungen, Überzeugungen und mehr.
Die Infografik auf S. 20 illustriert dieses komplexe Wechselspiel an Eindrücken. Vielleicht gibt es daher selbst für mich als Sportmuffel noch Hoffnung, das Ziehen in den Muskeln lieben zu lernen. Schließlich ist mir das mit Chilis bereits gelungen. Anfangs habe ich deren feurige Schärfe weitestgehend vermieden. Nachdem ich die mexikanische Küche für mich entdeckt habe, schmeckt mir auch die Salsa mit Habaneros immer besser.
Ich freue mich schon darauf, wenn ich das nächste Mal meine Zunge auf diese Weise zum Glühen bringe! Herzlich Ihre Michaela Maya-Mrschtik, Redaktion Gehirn&Geist



