SOLDES
Jusqu'à -70% sur une sélection d'articles*
Gehirn&Geist 10/2020 Keine Zeit!. Warum wir unter Zeitdruck nicht mehr, sondern weniger leisten
Par :Formats :
Disponible dans votre compte client Decitre ou Furet du Nord dès validation de votre commande. Le format PDF est :
- Compatible avec une lecture sur My Vivlio (smartphone, tablette, ordinateur)
- Compatible avec une lecture sur liseuses Vivlio
- Pour les liseuses autres que Vivlio, vous devez utiliser le logiciel Adobe Digital Edition. Non compatible avec la lecture sur les liseuses Kindle, Remarkable et Sony
, qui est-ce ?Notre partenaire de plateforme de lecture numérique où vous retrouverez l'ensemble de vos ebooks gratuitement
Pour en savoir plus sur nos ebooks, consultez notre aide en ligne ici
- Nombre de pages88
- FormatPDF
- ISBN978-3-95892-459-8
- EAN9783958924598
- Date de parution04/09/2020
- Protection num.Digital Watermarking
- Taille11 Mo
- Infos supplémentairespdf
- ÉditeurSpektrum der Wissenschaft
Résumé
Ich verrate Ihnen etwas: Ich bin gestresst. Die Deadline rückt bedrohlich nahe, und ich habe immer noch kein Editorial geschrieben. Jedenfalls keines, mit dem ich zufrieden wäre. Doch das Gefühl kenne ich nach fast 20 Jahren Redakteursleben gut. Immer, wenn es eng wird, kommt mir schließlich doch noch ein zündender Einfall. Nicht, dass ich nicht gern einmal auf diese (oft selbst verschuldete) Zeitnot verzichten würde.
Aber die Erfahrung lehrt mich: Ruhig Blut, das wird schon. Damit gehöre ich offenbar zu jenen Arbeitnehmern, die sich glücklich schätzen können. Denn es gelingt mir meistens, das Gute im Termindruck zu sehen und ihn mit Ideen und Motivation zu kontern. Warum das so ist, weiß ich selbst nicht genau. Jedenfalls hilft es. Wie der Arbeits- und Organisationspsychologe Roman Briker und der Journalist Jan Schwenkenbecher im Titelthema ab S.
12 erläutern, liegt Stress zu einem Gutteil im Auge des Betrachters. Was für den einen hilfreicher Antrieb, ist für den anderen eine Belastung. Umso fragwürdiger erscheint, dass Zeitdruck im Job von Forschern lange Zeit einseitig als "günstiger" Stressor angesehen wurde, der die Leistung von Mitarbeitern stimuliere. Beinahe ein Freibrief für Vorgesetzte, ihren Leuten ordentlich Druck zu machen. Briker und Schwenkenbecher rücken dieses Bild gerade.
In den meisten Unternehmen führen harte Fristen und hohe Aufgabenlast eher zu sinkender Arbeitsmoral - und zwar unter Beschäftigten ebenso wie bei ihren Chefs. Doch was, wenn ich in Wahrheit jede Menge Leerlauf im Büro hätte und keinen rechten Sinn in meiner Tätigkeit sähe? Würde ich auch das hier freimütig kundtun? Wohl kaum! Was sollten dann bloß meine Kollegen von mir denken - geschweige denn mein Boss! Über das nach wie vor verbreitete Tabu der beruflichen Unterforderung, neudeutsch: Boreout, berichtet die Psychologin Corinna Hartmann ab S.
18. Von allem Stress nur den besten wünscht Ihnen Steve Ayan, Redaktion Gehirn&Geist.
Aber die Erfahrung lehrt mich: Ruhig Blut, das wird schon. Damit gehöre ich offenbar zu jenen Arbeitnehmern, die sich glücklich schätzen können. Denn es gelingt mir meistens, das Gute im Termindruck zu sehen und ihn mit Ideen und Motivation zu kontern. Warum das so ist, weiß ich selbst nicht genau. Jedenfalls hilft es. Wie der Arbeits- und Organisationspsychologe Roman Briker und der Journalist Jan Schwenkenbecher im Titelthema ab S.
12 erläutern, liegt Stress zu einem Gutteil im Auge des Betrachters. Was für den einen hilfreicher Antrieb, ist für den anderen eine Belastung. Umso fragwürdiger erscheint, dass Zeitdruck im Job von Forschern lange Zeit einseitig als "günstiger" Stressor angesehen wurde, der die Leistung von Mitarbeitern stimuliere. Beinahe ein Freibrief für Vorgesetzte, ihren Leuten ordentlich Druck zu machen. Briker und Schwenkenbecher rücken dieses Bild gerade.
In den meisten Unternehmen führen harte Fristen und hohe Aufgabenlast eher zu sinkender Arbeitsmoral - und zwar unter Beschäftigten ebenso wie bei ihren Chefs. Doch was, wenn ich in Wahrheit jede Menge Leerlauf im Büro hätte und keinen rechten Sinn in meiner Tätigkeit sähe? Würde ich auch das hier freimütig kundtun? Wohl kaum! Was sollten dann bloß meine Kollegen von mir denken - geschweige denn mein Boss! Über das nach wie vor verbreitete Tabu der beruflichen Unterforderung, neudeutsch: Boreout, berichtet die Psychologin Corinna Hartmann ab S.
18. Von allem Stress nur den besten wünscht Ihnen Steve Ayan, Redaktion Gehirn&Geist.



