SOLDES

Jusqu'à -70% sur une sélection d'articles*

Friedrich Wilhelm von Loebell (1855-1931). Ein Leben gegen den Strom der Zeit

Par : Peter Winzen
Offrir maintenant
Ou planifier dans votre panier
Disponible dans votre compte client Decitre ou Furet du Nord dès validation de votre commande. Le format PDF est :
  • Compatible avec une lecture sur My Vivlio (smartphone, tablette, ordinateur)
  • Compatible avec une lecture sur liseuses Vivlio
  • Pour les liseuses autres que Vivlio, vous devez utiliser le logiciel Adobe Digital Edition. Non compatible avec la lecture sur les liseuses Kindle, Remarkable et Sony
Logo Vivlio, qui est-ce ?

Notre partenaire de plateforme de lecture numérique où vous retrouverez l'ensemble de vos ebooks gratuitement

Pour en savoir plus sur nos ebooks, consultez notre aide en ligne ici
C'est si simple ! Lisez votre ebook avec l'app Vivlio sur votre tablette, mobile ou ordinateur :
Google PlayApp Store
  • Nombre de pages392
  • FormatPDF
  • ISBN978-3-412-50183-9
  • EAN9783412501839
  • Date de parution03/12/2018
  • Protection num.pas de protection
  • Taille32 Mo
  • Infos supplémentairespdf
  • ÉditeurBöhlau

Résumé

Friedrich Wilhelm von Loebell (1855-1931) war insofern eine politische Ausnahmeerscheinung, als er in verschiedenen politischen Funktionen sowohl der spätwilhelminischen Ära als auch der Frühphase der Weimarer Republik seinen Stempel aufzudrücken vermochte. Als Chef der Reichskanzlei (1904-1909) unter Reichskanzler Bülow und Preußischer Minister des Innern (1914-1917) war er an vielen wichtigen innenpolitischen Weichenstellungen maßgeblich beteiligt.
Sein politisches Wirken war aber letztlich glücklos, da er die Zeichen der Zeit nicht erkannte. Befangen im elitären Denken eines altpreußischen Konservativismus war er ein kompromissloser Gegner aller Demokratisierungsbestrebungen und insbesondere ein gnadenloser Feind der Sozialdemokratie. Außenpolitisch setzte er stets auf die russische Karte und lehnte zeitlebens eine Westorientierung der deutschen Politik ab.
Dabei unterstützte er vorbehaltlos das gegen England gerichtete Weltmacht- und Flottenprogramm Bülows und Tirpitz'. Am unrühmlichsten war wohl seine Haltung in der preußischen Wahlrechtsfrage. Hier hielt er lange am antiquierten Dreiklassenwahlrecht fest. Als Bethmann Hollweg in der Julikrise von 1917 für Preußen das gleiche Wahlrecht durchsetzen wollte, initiierte er eine Ministerrevolte gegen den Kanzler und bewirkte dessen Sturz.
In den ersten Jahren der Weimarer Republik erwies er sich in seiner Eigenschaft als Präsident des Reichsbürgerrats (seit 1919) als der eigentliche politische Kopf der auf Restauration abzielenden Rechtskreise, wie die maßgeblich von ihm betriebene Wahl Hindenburgs zum Reichspräsidenten zeigen sollte.