SOLDES

Jusqu'à -70% sur une sélection d'articles*

Ferne Enden. Tiefenzeit in Literatur und Wissenschaft vom Russischen Imperium bis zur Sowjetunion

Par : Philipp Kohl
Offrir maintenant
Ou planifier dans votre panier
Disponible dans votre compte client Decitre ou Furet du Nord dès validation de votre commande. Le format PDF est :
  • Compatible avec une lecture sur My Vivlio (smartphone, tablette, ordinateur)
  • Compatible avec une lecture sur liseuses Vivlio
  • Pour les liseuses autres que Vivlio, vous devez utiliser le logiciel Adobe Digital Edition. Non compatible avec la lecture sur les liseuses Kindle, Remarkable et Sony
Logo Vivlio, qui est-ce ?

Notre partenaire de plateforme de lecture numérique où vous retrouverez l'ensemble de vos ebooks gratuitement

Pour en savoir plus sur nos ebooks, consultez notre aide en ligne ici
C'est si simple ! Lisez votre ebook avec l'app Vivlio sur votre tablette, mobile ou ordinateur :
Google PlayApp Store
  • Nombre de pages598
  • FormatPDF
  • ISBN978-3-8353-9780-4
  • EAN9783835397804
  • Date de parution19/11/2025
  • Protection num.Digital Watermarking
  • Taille11 Mo
  • Infos supplémentairespdf
  • ÉditeurWallstein

Résumé

Ferne Enden vermisst das Spannungsfeld von Wissenschaftsgeschichte und Literatur in Russland von etwa 1870 bis 1930. Das Buch rekonstruiert die unermesslichen Zeiträume der Geologie ebenso wie die Imaginationen eines menschenleeren Planeten in ferner Zukunft. Man schätzt die russische Literatur fu?r die Schilderungen eines gewaltigen geographischen Raums. Weniger bekannt ist hingegen ihre Beschäftigung mit der ungeheuren Länge der Zeit.
Literatur wie Wissenschaft im Russischen Imperium und in der Sowjetunion verorteten die sogenannte Tiefenzeit nicht nur in den Diskursen von Geologie und Paläontologie, sondern auch in der Anthropologie und Thermodynamik, in denen der Mensch seine fernen Anfänge und Enden erkennt. Philipp Kohls Buch zeigt, auf welche Weise Literatur und Wissenschaft sich der Fiktion bedienen, um abstrakte naturgeschichtliche Zeiträume zu veranschaulichen.
Es geht den radikal politischen Imaginationen des Menschheitsalters unter dem Eindruck Darwins nach und zeigt anhand einer Neulektüre klassischer Werke von Goncarov, Dostoevskij und Cechov, wie sich das 19. Jahrhundert das Erkalten der Erde in ferner Zukunft ausmalt. Phantastik, Abenteuerliteratur und Populärwissenschaft führen tief ins Innere der Erde und ihrer Vergangenheit. Anhand der sowjetischen Gattung des Produktionsromans um 1930 demonstriert Ferne Enden schließlich, wie die Literatur des sozialistischen Aufbaus die Erdgeschichte umschreibt - und ihr »Geooptimismus« (Gor'kij) jenes vom Menschen geprägte Zeitalter vorbereitet, das heute Anthropozän genannt wird.