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Familienwerte. Die unheimliche Allianz von Neoliberalismus und Konservatismus
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- Nombre de pages380
- Date de parution24/09/2026
- FormatePub
- ISBN978-3-593-46294-3
- EAN9783593462943
- Protection num.Digital Watermarking
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurCampus
Résumé
Im Zuge der aktuellen autoritären Wende stehen neoliberale Eliten und konservativ-reaktionäre Kräfte längst nicht mehr auf entgegengesetzten Seiten. Aber was macht diese Bündnisse möglich? Wie können sich Neoliberale, die vermeintlich für radikalen Individualismus, die Betonung bürgerlicher Wahlfreiheiten und die Verallgemeinerung von Marktbeziehungen stehen, mit konservativen Kräften gemeinmachen, die sich die moralischen Bande von Familie und Nation auf die Fahnen schreiben?
Die feministische Materialistin Melinda Cooper beantwortet diese Frage, indem sie die doppelte ökonomische und soziale Aufladung von Familienwerten in den Fokus ihrer Untersuchung rückt und als Kontaktzone von neoliberalen und sozialkonservativen Kräften beschreibt.
In ihrer faszinierenden Geschichte des amerikanischen Wohlfahrtswesens und dessen Verbindungen zur Politik von Ehe und Sexualität zeigt sie, wie der Topos der Eigenverantwortung immer schon mit einem moralischen Imperativ familiärer Pflichten verbunden war - und wie dies den Boden für das Bündnis zwischen Marktliberalen und Sozialkonservativen bereitete. Im Neoliberalismus wird die Familie zum Vehikel eines sich im »Eigenheim« materialisierenden, intergenerationalen Transfers von Privateigentum.
Dadurch gerät sie zum Schauplatz globaler Finanzmärkte und zum zentralen Ort der Reproduktion sozialer Ungleichheit. Mit dieser Perspektive stellt Cooper gewohnte Denkmuster über die vermeintliche Opposition von Markt und Familie, sozialen und ökonomischen Werten in Frage und liefert so ein Grundlagenwerk zum Verständnis der autoritär-neoliberalen Gegenwart.
In ihrer faszinierenden Geschichte des amerikanischen Wohlfahrtswesens und dessen Verbindungen zur Politik von Ehe und Sexualität zeigt sie, wie der Topos der Eigenverantwortung immer schon mit einem moralischen Imperativ familiärer Pflichten verbunden war - und wie dies den Boden für das Bündnis zwischen Marktliberalen und Sozialkonservativen bereitete. Im Neoliberalismus wird die Familie zum Vehikel eines sich im »Eigenheim« materialisierenden, intergenerationalen Transfers von Privateigentum.
Dadurch gerät sie zum Schauplatz globaler Finanzmärkte und zum zentralen Ort der Reproduktion sozialer Ungleichheit. Mit dieser Perspektive stellt Cooper gewohnte Denkmuster über die vermeintliche Opposition von Markt und Familie, sozialen und ökonomischen Werten in Frage und liefert so ein Grundlagenwerk zum Verständnis der autoritär-neoliberalen Gegenwart.




