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Ethische Eile: Das psychologische Paradoxon des Samariter-Experiments. Zeitdruck, Moral, und der situative Kollaps der menschlichen Hilfsbereitschaft in der empirischen Sozialforschung
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- Nombre de pages132
- FormatePub
- ISBN978-3-565-49723-2
- EAN9783565497232
- Date de parution14/06/2026
- Protection num.pas de protection
- Taille752 Ko
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurEmphaloz Publishing House
Résumé
Sind wir bereit zu helfen, weil wir tief im Inneren moralisch gute Menschen sind, oder hängt unsere Empathie lediglich davon ab, ob wir gerade zufällig fünf Minuten Zeit übrig haben? Das berühmte "Barmherzige-Samariter-Experiment" von Darley und Batson (1973) lieferte eine der ernüchterndsten und zynischsten Antworten der gesamten modernen Psychologie.
Die Forscher baten ausgerechnet Theologiestudenten - Menschen, die ihr Leben der Moral verschrieben hatten - einen Vortrag über das biblische Gleichnis des Barmherzigen Samariters zu halten.
Auf dem Weg zum Hörsaal platzierten sie einen Schauspieler, der verletzt und stöhnend in einer Gasse lag. Der entscheidende Faktor: Einigen Studenten wurde gesagt, sie seien spät dran. Das Ergebnis war verheerend. Die Theologiestudenten, die unter Zeitdruck standen, ignorierten den Leidenden fast vollständig; einige stiegen sogar buchstäblich über ihn hinweg, um rechtzeitig ihren Vortrag über Nächstenliebe zu halten. Diese tiefenpsychologische Analyse demontiert das Konzept des reinen Altruismus.
Sie beweist unmissverständlich, dass situative Faktoren und kognitiver Tunnelblick selbst die tiefsten religiösen und ethischen Überzeugungen in Sekundenschnelle vollständig ausradieren können. Hinterfragen Sie Ihr eigenes moralisches Fundament. Das Verständnis dieses Experiments ist für Führungskräfte und Gesellschaften essenziell, da es zeigt, dass chronischer Zeitdruck systematisch die Empathie einer ganzen Kultur zerstört.
Auf dem Weg zum Hörsaal platzierten sie einen Schauspieler, der verletzt und stöhnend in einer Gasse lag. Der entscheidende Faktor: Einigen Studenten wurde gesagt, sie seien spät dran. Das Ergebnis war verheerend. Die Theologiestudenten, die unter Zeitdruck standen, ignorierten den Leidenden fast vollständig; einige stiegen sogar buchstäblich über ihn hinweg, um rechtzeitig ihren Vortrag über Nächstenliebe zu halten. Diese tiefenpsychologische Analyse demontiert das Konzept des reinen Altruismus.
Sie beweist unmissverständlich, dass situative Faktoren und kognitiver Tunnelblick selbst die tiefsten religiösen und ethischen Überzeugungen in Sekundenschnelle vollständig ausradieren können. Hinterfragen Sie Ihr eigenes moralisches Fundament. Das Verständnis dieses Experiments ist für Führungskräfte und Gesellschaften essenziell, da es zeigt, dass chronischer Zeitdruck systematisch die Empathie einer ganzen Kultur zerstört.



