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Eispraliné und Kiefernduft. Erinnerungen an Berlin 1914-2020

Par : Ingrid Heyderhoff
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  • Nombre de pages352
  • FormatePub
  • ISBN978-3-8192-9140-1
  • EAN9783819291401
  • Date de parution05/08/2025
  • Protection num.Digital Watermarking
  • Taille8 Mo
  • Infos supplémentairesepub
  • ÉditeurBoD - Books on Demand

Résumé

Der entscheidende Tag dieser Aufzeichnungen ist der 13. August 1961. Der Tag des Mauerbaus. Ingrid Heyderhoff befindet sich zu diesem Zeitpunkt nicht bei ihren Eltern in Ost-Berlin, sondern in West-Berlin. Ihr Vater hatte die vielen Sandsäcke in den U-Bahnhöfen gesehen und geahnt, was passieren würde. Er hatte seine Tochter bewusst zur Tante nach West-Berlin geschickt. Am Tag vor dem Mauerbau fällt Ingrid Heyderhoff und ihren Freunden und Verwandten auf, dass sich eine bedrückende Spannung und Stimmung über Berlin gelegt hatte.
Am Abend des 12. August sehen sie an der Grenze der Sektoren Militärlaster, Volkspolizisten und Soldaten und auch ihnen fallen die vielen Sandsäcke auf. Am nächsten Morgen trennt Stacheldraht West-Berlin von Ost-Berlin und der Mauerbau ist in vollem Gange. Eltern und Tochter sind getrennt. Ein Besuch ist nicht möglich. Der Riss geht bei ihnen wie bei so vielen Menschen mitten durch die Familie. Die Tochter schreibt: Der erste große Lebenseinschnitt, Trennung, Schmerz, Hoffnung, Verzweiflung. Als 1989 endlich die Mauer fällt, zeigt sich in den kommenden Jahren bei aller Freude über die Wiedervereinigung, dass die unterschiedlichen Lebensweisen in Ost und West bei der einstigen Freundesgruppe, die sich noch von der Schule in der DDR her kennt, teils tiefe Spuren hinterlassen haben.
Für die einen war die Mauer der antifaschistische Schutzwall, für die anderen Ausdruck einer Diktatur. Im Mittelpunkt der hier geschilderten Ereignisse steht immer wieder die Stadt Berlin: Im Krieg zerstört und wieder aufgebaut, durch die Mauer in Ost- und West-Berlin getrennt und 1989 wieder vereinigt. Zusammen mit den zeitgeschichtlichen Zeichnungen und Fotografien entsteht ein lebendiges Bild Berlins - von 1914 bis 2020.
Aus dem Nachwort von Angela Hoffmann