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Die Stadt Köln und ihre Heiligen. Lokale Geschichtsvorstellungen in der Hagiographie des 10.–12. Jahrhunderts
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- Nombre de pages292
- FormatPDF
- ISBN978-3-515-13738-6
- EAN9783515137386
- Date de parution17/10/2024
- Protection num.Digital Watermarking
- Taille2 Mo
- Infos supplémentairespdf
- ÉditeurFranz Steiner
Résumé
Seit einiger Zeit werden in der mediävistischen Forschung verstärkt lokale Gemeinschaften und ihre 'Identitäten' Gegenstand von Untersuchungen. In Bezug auf Städte gilt der Blick in der Regel dem gut dokumentierten Stadtbürgertum des späteren Mittelalters. Auch zuvor war aber die Stadtgemeinschaft eine mehr oder weniger distinkte Gruppe, für die die Etablierung einer gemeinsamen Vergangenheitserzählung einer der wichtigsten Selbstvergewisserungsmechanismen war.
Der alles bestimmende Rahmen jeglicher Vergangenheitserfahrung im Mittelalter war die Heilsgeschichte. Es ist daher kein Zufall, dass sich lokale Geschichtsvorstellungen über Jahrhunderte hinweg vor allem in den Legenden der örtlichen Heiligen erhalten haben, bevor die hoch- und spätmittelalterliche Chronistik zunehmend auch profane Themen beinhaltete. Lea Raith untersucht anhand der mannigfaltigen Kölner Hagiographie des 10.-12.
Jahrhunderts, wie sich die Stadtgemeinschaft über die Legenden ihrer Heiligen in der (Heils-)Geschichte verortete und zeigt, dass Hagiographische Schriften - bei allen Limitationen - als genuiner Ausdruck zeitgenössischer Vorstellungen von Vergangenheit interpretiert werden können.
Der alles bestimmende Rahmen jeglicher Vergangenheitserfahrung im Mittelalter war die Heilsgeschichte. Es ist daher kein Zufall, dass sich lokale Geschichtsvorstellungen über Jahrhunderte hinweg vor allem in den Legenden der örtlichen Heiligen erhalten haben, bevor die hoch- und spätmittelalterliche Chronistik zunehmend auch profane Themen beinhaltete. Lea Raith untersucht anhand der mannigfaltigen Kölner Hagiographie des 10.-12.
Jahrhunderts, wie sich die Stadtgemeinschaft über die Legenden ihrer Heiligen in der (Heils-)Geschichte verortete und zeigt, dass Hagiographische Schriften - bei allen Limitationen - als genuiner Ausdruck zeitgenössischer Vorstellungen von Vergangenheit interpretiert werden können.





