Die Quitzows. Die Tragik eines adligen Geschlechtes.. Märkische Vergänglichkeit

Par : Johannes Simang
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  • Nombre de pages204
  • FormatePub
  • ISBN978-3-6963-2882-5
  • EAN9783696328825
  • Date de parution29/06/2026
  • Protection num.Digital Watermarking
  • Taille1 Mo
  • Infos supplémentairesepub
  • ÉditeurBoD - Books on Demand

Résumé

Die Geschichte der Quitzows ist die Geschichte eines der ältesten märkischen Adelsgeschlechter, das Macht, Stolz und Vergänglichkeit verkörperte. Ihre Burgen prägten das Havelland, die Prignitz und Mecklenburg. Ihr Name stand für Fehde und Unabhängigkeit. Doch ihr Weg führte in den Untergang. Dieses Buch erzählt von den bedeutendsten Angehörigen der Familie. Besonders Dietrich und Johannes von Quitzow wurden zu Symbolfiguren eines historischen Umbruchs: In ihren Kämpfen gegen die Hohenzollern spiegeln sich das Ende des mittelalterlichen Fehdewesens und der Beginn einer neuen Ordnung.
Rund 400 Jahre später widerfuhr ähnliches den Hohenzollern. Die Tragik der Quitzows reichte jedoch über politische Niederlagen hinaus. Viele Familienmitglieder fanden weder Frieden mit ihrer Zeit noch mit ihrem Schicksal. Auch die Frauen der Familie verdienen besondere Beachtung. Am Ende blieben weder Macht noch Besitz. Burgen verfielen, die Linie erlosch. Geblieben sind Geschichten, düster, widersprüchlich und von der Melancholie der Mark Brandenburg geprägt.
Johannes Simang, geboren 1952, in Berlin aufgewachsen. Schon in der Heimatkunde, ein Schulfach der 60-er Jahre, hörte ich als Grundschüler von den Quitzows. Ich wurde Theologe. Als ev. Gemeindepfarrer wurde die Geschichte der Gemeinden wieder wichtiger. An einem Geburtstag machte ich mit meiner Frau einen Ausflug nach Friesack. Auf der Straße sprachen wir einen älteren Herrn an, um uns orientieren zu können, Günther Kirchert.
Damals war er der Herausgeber des Quitzow-Kuriers. Er führte uns durch das Heimatmuseum. Sein Lebenswerk, wie er sagte. Er hat mein Interesse an die Quitzows geweckt und die Erkenntnis, dass sie für eine Gesellschaftsordnung standen. Ihr Kampf gegen die neue Zeit war aussichtslos, weil die Gesellschaft sich änderte. Aber am Anfang des märkischen Adels stand der Wendenkreuzzug, dessen Urgrund Gier und Expansionswille war.
Dass die kath. Kirche solche Kriegsverbrecher wie Bernhard von Clairvaux heiligsprechen konnte und sogar 1830 zum Doctor Ecclesiae, also Kirchenlehrer, erklärt hat, bestärkte mich immer in meinem lutherischen Denken. Immerhin erhielt Leo X. dieses Privileg nicht. Heute bin ich milder, eher ökumenisch. Das liegt aber mehr an den Gliedern heutiger Gemeinden, weniger an der Arroganz so vieler Kirchenleitender aller Konfessionen.