Die Narzissmus-Lüge. Über den Missbrauch eines emanzipatorischen Mythos

Par : Klaus Schlagmann
Offrir maintenant
Ou planifier dans votre panier
Disponible dans votre compte client Decitre ou Furet du Nord dès validation de votre commande. Le format ePub est :
  • Compatible avec une lecture sur My Vivlio (smartphone, tablette, ordinateur)
  • Compatible avec une lecture sur liseuses Vivlio
  • Pour les liseuses autres que Vivlio, vous devez utiliser le logiciel Adobe Digital Edition. Non compatible avec la lecture sur les liseuses Kindle, Remarkable et Sony
Logo Vivlio, qui est-ce ?

Notre partenaire de plateforme de lecture numérique où vous retrouverez l'ensemble de vos ebooks gratuitement

Pour en savoir plus sur nos ebooks, consultez notre aide en ligne ici
C'est si simple ! Lisez votre ebook avec l'app Vivlio sur votre tablette, mobile ou ordinateur :
Google PlayApp Store
  • Nombre de pages178
  • FormatePub
  • ISBN978-3-8301-1873-2
  • EAN9783830118732
  • Date de parution07/06/2021
  • Protection num.Digital Watermarking
  • Taille447 Ko
  • Infos supplémentairesepub
  • ÉditeurR.G. Fischer Verlag

Résumé

Narziss symbolisiert zwei Arten, an sozialen Beziehungen zu leiden: Dem 16-Jährigen stirbt plötzlich seine geliebte Zwillingsschwester. Daraufhin versucht er verzweifelt, sein Spiegelbild im Wasser festzuhalten. Dasselbe bei den Eltern, die er - ebenso vergeblich - in seinem Abbild für immer fest­halten möchte. Hingegen weist er die erotische Aufdring­lich­keit einer geistlosen Nymphe und zweier Kerle strikt ab.
Daraufhin drangsalieren ihn diese drei mit psychischer oder physischer Gewalt. Die psychologische Wissenschaft missversteht seit über hundert Jahren den bedauernswerten, selbstbewussten Narziss. Sie attestiert ihm das, was seine Widersacher auszeichnet: rücksichtslose Ego­zentrik. Der in großer Ver­wirrung geschöpfte Begriff Narzissmus transportiert eine geradezu systematische Opfer-Täter-Umkehr.
In einer Art Rückkoppelung festigt dieses moderne Konzept heute das alte Missverstehen des Mythos: Internationale Fachleute attestieren dem Jüngling - dem Konzept entsprechend - allen Ernstes diverse Verfehlungen. Seine Trauer sei depressiv. Er, das Stalking-Opfer, sei beziehungsunfähig und schuld am Leid der abgewiesenen Verehrer­Innen. Ein in Wikipedia erfundener Fake-Mythos, der Narziss zur Witzfigur herabwürdigt, wird unkritisch übernommen.
Gegen diese Schändung antiken Kulturgutes und ihren ideologischen Hinter­grund erhebt der Autor Einspruch.