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Die leblose Gesellschaft. Warum wir nicht mehr fühlen können

Par : Jeannette Hagen
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  • Nombre de pages192
  • FormatePub
  • ISBN978-3-95890-107-0
  • EAN9783958901070
  • Date de parution01/09/2016
  • Protection num.Digital Watermarking
  • Taille3 Mo
  • Infos supplémentairesepub
  • ÉditeurEuropa Verlag

Résumé

"In ihrem aufrüttelnden Buch geht Jeannette Hagen der Frage nach, weshalb sich so viele Menschen in unserem Land nicht mehr vom Leid der Flüchtlinge berühren lassen und stattdessen mit Angst, Abwehr und mitunter sogar Aggression reagieren. Dabei blickt die Autorin, die selbst mehrmals als freiwillige Helferin auf Lesbos und in Idomeni war, unter anderem auf die bis heute nicht vollzogene Aussöhnung mit unserer nationalsozialistischen Vergangenheit und erklärt die immer wiederkehrenden Wirkmechanismen von abgespaltenen Gefühlen.
Aber Jeannette Hagen zeigt auch: In der gegenwärtigen Situation liegen große Chancen, wenn wir bereit sind, Visionen zuzulassen und menschlich zu handeln. Es ist an der Zeit, gemeinsam etwas zu bewirken und die einschränkenden Denk- und Verhaltensmuster aufzubrechen. Diese Welt wird sich verändern - und wir würden gut daran tun, wenn wir diesen Wandel aktiv mitgestalten. Tagtäglich konfrontieren uns die Medien mit dem Leid und der Not der Menschen, die vor Krieg, Gewalt und Verfolgung fliehen: Wir sehen verzweifelte Eltern und Kinder, die ihr Leben auf dem Mittelmeer riskieren.
Gestrandete Menschen, die nach der Schließung der Balkanroute wochenlang in Schlamm und Dreck an Europas Grenzzäunen ausharren. Die Not in den Flüchtlingslagern. Doch anstatt Mitgefühl zu zeigen und zu helfen, schauen viele von uns einfach weg. Anstatt das Entsetzen in aktives Handeln umzusetzen, verschließen wir am liebsten Augen und Ohren. Wir schneiden uns von unseren Emotionen ab - und halten damit das Elend konsequent von uns fern.
Empathie und Mitgefühl als Säulen unseres Menschseins haben eine erschütternde Entwertung erfahren. Doch diese Abkehr von Gefühlen tötet nicht nur unsere Menschlichkeit, sondern entfremdet uns voneinander und von uns selbst. Der Kopf dominiert das Herz. Dem Denken wird gegenüber den Emotionen eine Vormachtstellung eingeräumt, deren Auswirkungen uns teuer zu stehen kommen.