»Die haben Geld und machen Kampfsport«. Wie Kinder Antisemitismus und Differenz reproduzieren
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- Nombre de pages265
- FormatePub
- ISBN978-3-593-46456-5
- EAN9783593464565
- Date de parution30/04/2026
- Protection num.Digital Watermarking
- Taille4 Mo
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurCampus
Résumé
Wie unterscheiden Kinder - und inwiefern greifen sie dabei auch auf antisemitische Deutungsmuster zurück? Diese Studie nimmt eine bislang unbeachtete Perspektive ein: die frühen Lebensjahre von Kindern im Alter von vier bis acht Jahren. Ausgehend vom Agency-Konzept der Kindheitsforschung versteht sie Kinder nicht als passive Empfänger gesellschaftlicher Normen, sondern als aktive Akteure, die Differenz konstruieren, aushandeln und reproduzieren.
In Gruppendiskussionen mit 36 Kindern zeigen sich Momente, in denen antisemitische Wissensbestände aufgegriffen, neu verknüpft und performativ in Szene gesetzt werden - von klassischen Stereotypen über phantasmatische Bedrohungsbilder bis hin zu Vorstellungen einer »jüdischen Physiognomie« . Die Studie macht sichtbar, dass antisemitisches Othering bereits im Kindesalter Ausdruck findet. Ziel ist es nicht, Kinder als Antisemiten zu markieren - ebenso wenig, sie davon per se freizusprechen.
Es geht darum, ihre Perspektiven ernst zu nehmen und zu zeigen, wie sie gesellschaftlich wirksame Deutungen aktiv mitgestalten. Damit leistet die Untersuchung einen grundlegenden Beitrag in der Schnittstelle zwischen Kindheitsforschung und Antisemitismusforschung und eröffnet neue Horizonte für pädagogische und gesellschaftliche Reflexion.
In Gruppendiskussionen mit 36 Kindern zeigen sich Momente, in denen antisemitische Wissensbestände aufgegriffen, neu verknüpft und performativ in Szene gesetzt werden - von klassischen Stereotypen über phantasmatische Bedrohungsbilder bis hin zu Vorstellungen einer »jüdischen Physiognomie« . Die Studie macht sichtbar, dass antisemitisches Othering bereits im Kindesalter Ausdruck findet. Ziel ist es nicht, Kinder als Antisemiten zu markieren - ebenso wenig, sie davon per se freizusprechen.
Es geht darum, ihre Perspektiven ernst zu nehmen und zu zeigen, wie sie gesellschaftlich wirksame Deutungen aktiv mitgestalten. Damit leistet die Untersuchung einen grundlegenden Beitrag in der Schnittstelle zwischen Kindheitsforschung und Antisemitismusforschung und eröffnet neue Horizonte für pädagogische und gesellschaftliche Reflexion.




