Die Erziehung der Gefühle erzählt die Lebensbahn des jungen Frédéric Moreau vom Provinzabiturienten zum desillusionierten Pariser Flaneur im Schatten der Julimonarchie und der Revolution von 1848. Zwischen der idealisierten Madame Arnoux, der pragmatischen Rosanette und den Versuchungen von Geld, Politik und Kunst tastet er nach einer Existenzform, die stets entgleitet. Flaubert komponiert in einer nüchternen, ironisch distanzierten Prosa, die mit szenischen Montagen, präzisen Details und erlebter Rede arbeitet; zeitliche Ellipsen, Leitmotive der Begierde und das Scheitern jeder "Bildung" verkehren den klassischen Bildungsroman in ein Protokoll der Ernüchterung und der sozialen Trägheit der Pariser Bourgeoisie.
Flaubert (1821-1880), Sohn eines Chirurgen aus Rouen und notorischer Sucher des mot juste, verfasste den Roman nach dem Skandal um Madame Bovary in jahrelanger asketischer Arbeit (1864-1869). Recherchen in Archiven, Erinnerungen an seine Pariser Jugend um 1840 und die Korrespondenz mit Louise Colet fließen ein. Seine Ästhetik der unpersönlichen Kunst, die Abneigung gegen Rhetorik und politische Phrasen sowie die Erfahrung der enttäuschten Hoffnungen von 1848 motivieren die schonungslose Diagnose einer Gesellschaft, in der jedes Gefühl vom Markt, vom Journalismus und vom Opportunismus korrumpiert wird.
Für Leserinnen und Leser, die den modernen Roman verstehen wollen: ein präzises, illusionsloses Meisterwerk politischer und emotionaler Desillusionierung von anhaltender Gegenwartsrelevanz.
Quickie Classics fasst zeitlose Werke präzise zusammen, bewahrt die Stimme des Autors und hält die Prosa klar, schnell und gut lesbar - destilliert, niemals verwässert. Extras der erweiterten Ausgabe: Einführung · Zusammenfassung · Historischer Kontext · Autorenbiografie · Kurze Analyse · 4 Reflexionsfragen · Redaktionelle Fußnoten.
Die Erziehung der Gefühle erzählt die Lebensbahn des jungen Frédéric Moreau vom Provinzabiturienten zum desillusionierten Pariser Flaneur im Schatten der Julimonarchie und der Revolution von 1848. Zwischen der idealisierten Madame Arnoux, der pragmatischen Rosanette und den Versuchungen von Geld, Politik und Kunst tastet er nach einer Existenzform, die stets entgleitet. Flaubert komponiert in einer nüchternen, ironisch distanzierten Prosa, die mit szenischen Montagen, präzisen Details und erlebter Rede arbeitet; zeitliche Ellipsen, Leitmotive der Begierde und das Scheitern jeder "Bildung" verkehren den klassischen Bildungsroman in ein Protokoll der Ernüchterung und der sozialen Trägheit der Pariser Bourgeoisie.
Flaubert (1821-1880), Sohn eines Chirurgen aus Rouen und notorischer Sucher des mot juste, verfasste den Roman nach dem Skandal um Madame Bovary in jahrelanger asketischer Arbeit (1864-1869). Recherchen in Archiven, Erinnerungen an seine Pariser Jugend um 1840 und die Korrespondenz mit Louise Colet fließen ein. Seine Ästhetik der unpersönlichen Kunst, die Abneigung gegen Rhetorik und politische Phrasen sowie die Erfahrung der enttäuschten Hoffnungen von 1848 motivieren die schonungslose Diagnose einer Gesellschaft, in der jedes Gefühl vom Markt, vom Journalismus und vom Opportunismus korrumpiert wird.
Für Leserinnen und Leser, die den modernen Roman verstehen wollen: ein präzises, illusionsloses Meisterwerk politischer und emotionaler Desillusionierung von anhaltender Gegenwartsrelevanz.
Quickie Classics fasst zeitlose Werke präzise zusammen, bewahrt die Stimme des Autors und hält die Prosa klar, schnell und gut lesbar - destilliert, niemals verwässert. Extras der erweiterten Ausgabe: Einführung · Zusammenfassung · Historischer Kontext · Autorenbiografie · Kurze Analyse · 4 Reflexionsfragen · Redaktionelle Fußnoten.