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Der Tintenfischgott und die Bäuerin. Acht Legenden vom Begehren zwischen Sterblichen und Göttern
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- Nombre de pages123
- FormatePub
- ISBN978-3-565-58824-4
- EAN9783565588244
- Date de parution26/07/2026
- Protection num.pas de protection
- Taille795 Ko
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurEmphaloz Publishing House
Résumé
Was geschieht, wenn das Begehren keine Grenze kennt - nicht die des Körpers, nicht die der Welt und nicht die zwischen dem Menschlichen und dem Göttlichen? Haruki Senbazuru geht dieser Frage in seinem außergewöhnlichen Erzählband auf den Grund und schafft dabei eine Sammlung, die in ihrer Bildsprache und emotionalen Tiefe ihresgleichen sucht.
Acht Legenden versammelt dieses Buch, jede eigenständig und doch miteinander verwoben durch ein gemeinsames Motiv: die Begegnung zwischen sterblichen Menschen und Wesen, die jenseits aller menschlichen Ordnung existieren.
Senbazuru schöpft aus dem Reichen der japanischen Mythologie und Volkserzählung, ohne ihr sklavisch zu folgen. Er erschafft eine eigene Welt - verankert im Rhythmus der Jahreszeiten, im Geruch von Salzwasser und Reisfeldern, in der stillen Schwere gelebter Leben. Die Titelgeschichte gibt den Ton vor: Fumiko, eine Bäuerin, die nach dem Tod ihres Mannes allein die Felder bestellt, findet sich eines Nachts am Felsrand des Meeres wieder - und begegnet Raijaku, dem Tintenfischgott.
Senbazuru erzählt diese Begegnung mit einer Präzision, die unter die Haut geht. Kein Drama, keine Überwältigung - sondern ein langsames, beinahe atemloses Erkennen. Seine Prosa ist knapp und voll, jeder Satz trägt Gewicht. Was diesen Band besonders macht, ist Senbazurus Blick auf das Begehren selbst: Es erscheint hier nicht als Schwäche oder Transgression, sondern als etwas Elementares, das sich weder rechtfertigen noch unterdrücken lässt.
Die Figuren - Bäuerinnen, Fischer, alte Männer, junge Frauen - treten den Göttern nicht ehrfürchtig entgegen, sondern mit einer stillen Entschlossenheit, die ebenso berührt wie verblüfft. Ein Buch für alle, die Literatur suchen, die bleibt.
Senbazuru schöpft aus dem Reichen der japanischen Mythologie und Volkserzählung, ohne ihr sklavisch zu folgen. Er erschafft eine eigene Welt - verankert im Rhythmus der Jahreszeiten, im Geruch von Salzwasser und Reisfeldern, in der stillen Schwere gelebter Leben. Die Titelgeschichte gibt den Ton vor: Fumiko, eine Bäuerin, die nach dem Tod ihres Mannes allein die Felder bestellt, findet sich eines Nachts am Felsrand des Meeres wieder - und begegnet Raijaku, dem Tintenfischgott.
Senbazuru erzählt diese Begegnung mit einer Präzision, die unter die Haut geht. Kein Drama, keine Überwältigung - sondern ein langsames, beinahe atemloses Erkennen. Seine Prosa ist knapp und voll, jeder Satz trägt Gewicht. Was diesen Band besonders macht, ist Senbazurus Blick auf das Begehren selbst: Es erscheint hier nicht als Schwäche oder Transgression, sondern als etwas Elementares, das sich weder rechtfertigen noch unterdrücken lässt.
Die Figuren - Bäuerinnen, Fischer, alte Männer, junge Frauen - treten den Göttern nicht ehrfürchtig entgegen, sondern mit einer stillen Entschlossenheit, die ebenso berührt wie verblüfft. Ein Buch für alle, die Literatur suchen, die bleibt.



