Der Mohikaner von Paris
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- Nombre de pages754
- FormatePub
- ISBN978-3-96118-264-0
- EAN9783961182640
- Date de parution04/01/2017
- Protection num.pas de protection
- Taille1 Mo
- Infos supplémentairesepub
- Éditeurandersseitig.de
Résumé
Wer soll, will, kann ein solch dickes Buch konsumieren? Keine Angst, schon die ersten Sätze machen neugierig auf das umfangreichste Buch, das dieser Autor je geschrieben hat: "Wenn der Leser mit mir eine Wallfahrt in die Tage meiner Jugend unternehmen will, dann beginnen wir gemeinsam zu Beginn des Jahres 1827." Nach Biografie klingt das, mit viel Authentischem aus einem bewegten Schriftstellerleben.
Irrtum. Es beginnt und endet wie ein Roman, wenn Dumas mit Colomban und Camélite zwei junge Menschen in Szene setzt, die sich lieben, ausweglos, und erst im gemeinsamen Selbstmord wie Romeo und Julia zueinander finden. Eine Affäre, die aber nur das Hors d'Oeuvre ist. Denn hier mutiert der geniale Dumas vom Erzähler romantischer Mantel- und Degengeschichten mit geradlinigen Helden zum Chronisten einer ganzen Epoche und ihrer gebrochenen Figuren.
Ja sogar zum Historiker, wenn er die endgültige Niederlage des Geburtsadels und die Geburt des Geldadels "im moralischen und physischen Paris während der letzten Jahre der Restauration" erzählt. Damals kam in Frankreich das Kapital an die Macht - und ist es bis heute. Also ein Thema unserer Zeit. "Der Mohicaner von Paris" sei, behaupten französische Kritiker, Dumas' reifster Roman. Nicht nur, weil er in ihm eine junge Liebe mit ungewohnt väterlicher Fürsorge und psychologischem Feingefühl beschreibt; mehr noch imponiert seine Interpretation des babylonischen Paris, in dem Hochstapler, Diebe, Mörder, Transvestiten, Zuhälter und Huren den Ton angeben.
Vom James-Fenimore-Cooper-Fan Dumas deshalb "Mohikaner" genannt, "weil sie tausend Listen zur Hand haben, mit deren Hilfe sie ihren Feinden entfliehen oder sie verfolgen können". Bei der Beschreibung dieser Verhältnisse zeigt sich der Verfasser als Gesellschaftskritiker auf hohem Niveau. Besorgt nimmt er seine Leser an die Hand, führt sie mitten hinein ins Getümmel der Kabaretts und Vorstadtbälle, in die stinkenden Kellerwohnungen der alten Hehler und jungen Filous.
Irrtum. Es beginnt und endet wie ein Roman, wenn Dumas mit Colomban und Camélite zwei junge Menschen in Szene setzt, die sich lieben, ausweglos, und erst im gemeinsamen Selbstmord wie Romeo und Julia zueinander finden. Eine Affäre, die aber nur das Hors d'Oeuvre ist. Denn hier mutiert der geniale Dumas vom Erzähler romantischer Mantel- und Degengeschichten mit geradlinigen Helden zum Chronisten einer ganzen Epoche und ihrer gebrochenen Figuren.
Ja sogar zum Historiker, wenn er die endgültige Niederlage des Geburtsadels und die Geburt des Geldadels "im moralischen und physischen Paris während der letzten Jahre der Restauration" erzählt. Damals kam in Frankreich das Kapital an die Macht - und ist es bis heute. Also ein Thema unserer Zeit. "Der Mohicaner von Paris" sei, behaupten französische Kritiker, Dumas' reifster Roman. Nicht nur, weil er in ihm eine junge Liebe mit ungewohnt väterlicher Fürsorge und psychologischem Feingefühl beschreibt; mehr noch imponiert seine Interpretation des babylonischen Paris, in dem Hochstapler, Diebe, Mörder, Transvestiten, Zuhälter und Huren den Ton angeben.
Vom James-Fenimore-Cooper-Fan Dumas deshalb "Mohikaner" genannt, "weil sie tausend Listen zur Hand haben, mit deren Hilfe sie ihren Feinden entfliehen oder sie verfolgen können". Bei der Beschreibung dieser Verhältnisse zeigt sich der Verfasser als Gesellschaftskritiker auf hohem Niveau. Besorgt nimmt er seine Leser an die Hand, führt sie mitten hinein ins Getümmel der Kabaretts und Vorstadtbälle, in die stinkenden Kellerwohnungen der alten Hehler und jungen Filous.






















