Ernst Raupach war der Sohn des Predigers Johann Christoph Raupach († 1794). Mit 17 Jahren begann Raupach im Sommer 1801 Ästhetik, Geschichte, Mathematik und Theologie an der Universität Halle zu studieren. Er beendete dieses Studium im Herbst 1803 und fand in Groß-Wirsewitz bei Liegnitz eine Anstellung als Hauslehrer. 1806 ging Raupach zu seinem älteren Bruder Johann Friedrich, der in Russland bereits seit einigen Jahren ebenfalls als Hauslehrer tätig war. Durch dessen Unterstützung fand Raupach bald eine Anstellung im Haushalt des Ministers Nowossitzoff in St. Petersburg. 1814 wurde Raupach Privatdozent für deutsche Sprache und Geschichte an der Universität St. Petersburg und zwei Jahre später avancierte er dort zum Ordinarius.
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Der Aberglaube als weltgeschichtliche Macht - Vortrag im wissenschaftlichen Verein am 14. Februar 1852. Auf historischen Spuren mit Claudine Hirschmann
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- Nombre de pages40
- FormatePub
- ISBN978-3-7504-9260-8
- EAN9783750492608
- Date de parution17/03/2020
- Protection num.pas de protection
- Taille3 Mo
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurBooks on Demand
Résumé
Digitale Neuausgabe des Buches aus dem Jahr 1852, für eBook-Reader geeignet. +++ Auszug aus dem Inhalt: "Wenn ich mir vorgenommen habe, den Aberglauben als eine welthistorische Potenz darzustellen, das heißt als eine Macht, die, in der geistigen Natur des Menschen gegründet, immerwährenden Einfluss auf die Entwicklung der Menschheit ausgeübt hat, so fragt es sich zuerst: Was ist Aberglaube? Ich werde diese Frage auf einem kleinen Umweg zu beantworten suchen.
Unleugbar liegt im menschlichen Gemüt eine Ahnung der Verwandtschaft mit einer übersinnlichen Welt.
Aus dieser Ahnung entspringt die Sehnsucht nach der Erkenntnis dieser Welt und der Befreundung mit ihr, mit anderen Worten: Der Glaube, der ja nichts anderes ist, als eine Anschauung des Übersinnlichen, der Glaube ist ein Bedürfnis des menschlichen Gemüts. Welche Anschauung der übersinnlichen Welt, das heißt, welcher Glaube aus diesem Bestreben hervorgeht, ist vom größten Einfluss auf das Seelen- und daher auch reale Leben des Menschen.
Darum stelle ich die Frage auf: Welches musste die erste Anschauung des Übersinnlichen in der Menschheit sein?..."
Aus dieser Ahnung entspringt die Sehnsucht nach der Erkenntnis dieser Welt und der Befreundung mit ihr, mit anderen Worten: Der Glaube, der ja nichts anderes ist, als eine Anschauung des Übersinnlichen, der Glaube ist ein Bedürfnis des menschlichen Gemüts. Welche Anschauung der übersinnlichen Welt, das heißt, welcher Glaube aus diesem Bestreben hervorgeht, ist vom größten Einfluss auf das Seelen- und daher auch reale Leben des Menschen.
Darum stelle ich die Frage auf: Welches musste die erste Anschauung des Übersinnlichen in der Menschheit sein?..."



