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Das Leben und die Abentheuer des Armen Mannes im Tockenburg. Von ihm selbst erzählt
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- Nombre de pages142
- FormatePub
- ISBN859-65--4790376-5
- EAN8596547903765
- Date de parution29/06/2026
- Protection num.Digital Watermarking
- Taille631 Ko
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurGOOD PRESS
Résumé
Ulrich Bräkers "Das Leben und die Abentheuer des Armen Mannes im Tockenburg" ist ein autobiographischer Schlüsseltext der deutschsprachigen Aufklärung und Frühmoderne des bäuerlichen Schreibens. In eindringlicher Ich-Form schildert Bräker Kindheit, Armut, Frömmigkeit, Kriegsdienst und soziale Bedrängnis im Toggenburg des 18. Jahrhunderts. Der Stil verbindet schlichte Anschaulichkeit mit genauer Selbstbeobachtung; gerade aus der sprachlichen Unmittelbarkeit erwächst seine literarische Kraft.
Zwischen pietistischer Innerlichkeit, moralischer Reflexion und realitätsnaher Milieuschilderung entsteht ein seltenes Dokument ländlicher Lebenswelt. Bräker, 1735 im Toggenburg geboren, war Kleinbauer, Garnhändler und Autodidakt. Seine prekäre soziale Lage, seine religiöse Prägung und seine Erfahrung als widerwillig in preußische Dienste gepresster Soldat formten seinen Blick auf Welt und Mensch.
Zugleich zeugen seine Lektüren, darunter Shakespeare, von einem außergewöhnlichen Bildungswillen, der sein Schreiben über den bloßen Lebensbericht hinaushebt. So wird das Werk zur Selbstdeutung eines Mannes, der zwischen Unterordnung und geistiger Selbstbehauptung seinen eigenen Ort sucht. Dieses Buch empfiehlt sich allen, die Autobiographik, Sozialgeschichte und die Entstehung moderner Subjektivität verstehen wollen.
Bräkers Bericht erschließt nicht nur ein einzelnes Leben, sondern die moralischen, religiösen und ökonomischen Spannungen einer ganzen Epoche.
Zwischen pietistischer Innerlichkeit, moralischer Reflexion und realitätsnaher Milieuschilderung entsteht ein seltenes Dokument ländlicher Lebenswelt. Bräker, 1735 im Toggenburg geboren, war Kleinbauer, Garnhändler und Autodidakt. Seine prekäre soziale Lage, seine religiöse Prägung und seine Erfahrung als widerwillig in preußische Dienste gepresster Soldat formten seinen Blick auf Welt und Mensch.
Zugleich zeugen seine Lektüren, darunter Shakespeare, von einem außergewöhnlichen Bildungswillen, der sein Schreiben über den bloßen Lebensbericht hinaushebt. So wird das Werk zur Selbstdeutung eines Mannes, der zwischen Unterordnung und geistiger Selbstbehauptung seinen eigenen Ort sucht. Dieses Buch empfiehlt sich allen, die Autobiographik, Sozialgeschichte und die Entstehung moderner Subjektivität verstehen wollen.
Bräkers Bericht erschließt nicht nur ein einzelnes Leben, sondern die moralischen, religiösen und ökonomischen Spannungen einer ganzen Epoche.





