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Bewegliche Lettern: Mechanische Architektur der Gutenberg-Presse. Bleilegierungen, Weinpressen, und die explosive intellektuelle Vervielfältigung im späten europäischen Mittelalter, 1440

Par : Clara Weissenborn
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  • Nombre de pages150
  • FormatePub
  • ISBN978-3-565-38486-0
  • EAN9783565384860
  • Date de parution05/04/2026
  • Protection num.pas de protection
  • Taille1001 Ko
  • Infos supplémentairesepub
  • ÉditeurEmphaloz Publishing House

Résumé

Der größte Irrtum über Johannes Gutenberg ist die Annahme, er habe die Druckerpresse erfunden. Wein- und Olivenpressen gab es im Mittelalter bereits in jedem Dorf. Gutenbergs wahre, weltverändernde Genialität lag in der Metallurgie und in der Erfindung des Handgießinstruments, welches die absolute Standardisierung von Text ermöglichte. Um massenhaft identische Buchstaben herstellen zu können, benötigte Gutenberg eine Legierung, die bei niedriger Temperatur schmolz, aber beim Erkalten nicht schrumpfte.
Er mischte Blei, Zinn und Antimon in einem exakten Verhältnis. Zusammen mit seiner präzisen Gussform konnten Drucker nun tausende von makellosen, austauschbaren Lettern gießen, diese zu Wörtern zusammensetzen, drucken und danach für das nächste Buch wiederverwenden. Diese mechanische Austauschbarkeit war das erste Fließband der intellektuellen Geschichte. Dieses historische Buch zerlegt die Mechanik der ersten Informationsrevolution.
Sie untersuchen die chemische Rezeptur der Gutenberg-Tinte, die Hebelwirkung der hölzernen Spindelpresse und wie der drastische Preisverfall von Büchern den Flächenbrand der Reformation entzündete. Begreifen Sie die Hardware der Aufklärung. Entdecken Sie, wie eine perfekte Mischung aus Blei und Mechanik das Monopol der Klöster brach und das Wissen demokratisierte.