SOLDES
Jusqu'à -70% sur une sélection d'articles*
Aufsätze zur Wellingsbütteler Geschichte und Vorgeschichte. In Memoriam Dr. jur. Günther Engler (1946 - 2025)
Par : ,Formats :
Disponible dans votre compte client Decitre ou Furet du Nord dès validation de votre commande. Le format ePub est :
- Compatible avec une lecture sur My Vivlio (smartphone, tablette, ordinateur)
- Compatible avec une lecture sur liseuses Vivlio
- Pour les liseuses autres que Vivlio, vous devez utiliser le logiciel Adobe Digital Edition. Non compatible avec la lecture sur les liseuses Kindle, Remarkable et Sony
, qui est-ce ?Notre partenaire de plateforme de lecture numérique où vous retrouverez l'ensemble de vos ebooks gratuitement
Pour en savoir plus sur nos ebooks, consultez notre aide en ligne ici
- Nombre de pages380
- FormatePub
- ISBN978-3-6957-3875-5
- EAN9783695738755
- Date de parution26/01/2026
- Protection num.pas de protection
- Taille36 Mo
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurBoD - Books on Demand
Résumé
In der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts war das Nebeneinander von Geschichte und Vorgeschichte besonders wegen der aus völkischer Ideologie hervor¬ge¬gangenen germanophilen Über-Interpretation der Weltgeschichte und von vorgeschichtlichen Funden eine äußerst folgenreiche Erscheinung. - Am Beispiel des Ortes Wellingsbüttel lässt sich dieses Phänomen im kleinen örtlichen Rahmen nachvollziehen.
Und zwar liefert die Wirkungs-Geschichte einer 1933 erfolgten Notgrabung und Freilegung eines Grabhügels das Beispiel: Dort wurde ein - damals als 'Germanengrab' und als Sensationsfund in der Zeitung bekannt gemachter Ort - vom Archäologen R. Schröder (auch mit Hilfe der Hitler-Jugend) ausgegraben und die Fundobjekte gesichert. Allerdings gerieten genaue Details über den 'Hype' weitgehend in Vergessenheit bzw.
wurden bei örtlichen Kenntnisträgern wie viele Dinge der NS-Zeit verdrängt. Die Fundobjekte aus dieser Grabung sind im Helms-Museum erhalten, dem Archäologischen Museum Hamburg (= AMH). Sie waren 2009 Ziel eines Besuchs einer Klasse der Wellingsbütteler Grundschule. Zugleich ergab sich der Anlass, der interessanten Fundgeschichte nachzugehen und Altes - wie u.a. das Foto 'in situ' - wieder neu aufzuspüren. Kaum 500 m entfernt ist in der Flur 'Knasterberg' ein besser erhaltener bronze-zeitlicher Hügel, dessen Unterschutzstellung 1933ff mit der Idee eines Kirchbaues auf dem umgebenden Gelände verbunden wurde: auf diese Weise könne die alte 'Weihestätte' der Ahnen in der Verantwortung der Kirche gesichert werden.
Parallel zur Entscheidung für die Flur Knasterberg als Kirchbauplatz war auch der Wechsel des ehemals Bramfelder Pastors C. Boeck in den Pfarrbezirk Wellingsbüttel und damit ein Zusammenspiel mit den neuen Machthabern in Partei und Kirchenleitung verbunden. Zugleich mit neuen und der NS-Ideologie nahen Sonntags-Gottesdiensten im Herrenhaus ab Dezember 1933, wurde eine seit langem etablierte Institution verdrängt. Die 'Waldgottesdienste im Wellingsbütteler Gehölz', die im Sommer an Sonntagen in der Grevenau hinter dem Waldhof Randel regelmäßig gefeiert wurden, endeten mit dem September 1933.
Dort wurde um 1910 ein anderes Hügelgrab ganz 'un-germanisch' zu einer Kanzel umfunktioniert ...:
Und zwar liefert die Wirkungs-Geschichte einer 1933 erfolgten Notgrabung und Freilegung eines Grabhügels das Beispiel: Dort wurde ein - damals als 'Germanengrab' und als Sensationsfund in der Zeitung bekannt gemachter Ort - vom Archäologen R. Schröder (auch mit Hilfe der Hitler-Jugend) ausgegraben und die Fundobjekte gesichert. Allerdings gerieten genaue Details über den 'Hype' weitgehend in Vergessenheit bzw.
wurden bei örtlichen Kenntnisträgern wie viele Dinge der NS-Zeit verdrängt. Die Fundobjekte aus dieser Grabung sind im Helms-Museum erhalten, dem Archäologischen Museum Hamburg (= AMH). Sie waren 2009 Ziel eines Besuchs einer Klasse der Wellingsbütteler Grundschule. Zugleich ergab sich der Anlass, der interessanten Fundgeschichte nachzugehen und Altes - wie u.a. das Foto 'in situ' - wieder neu aufzuspüren. Kaum 500 m entfernt ist in der Flur 'Knasterberg' ein besser erhaltener bronze-zeitlicher Hügel, dessen Unterschutzstellung 1933ff mit der Idee eines Kirchbaues auf dem umgebenden Gelände verbunden wurde: auf diese Weise könne die alte 'Weihestätte' der Ahnen in der Verantwortung der Kirche gesichert werden.
Parallel zur Entscheidung für die Flur Knasterberg als Kirchbauplatz war auch der Wechsel des ehemals Bramfelder Pastors C. Boeck in den Pfarrbezirk Wellingsbüttel und damit ein Zusammenspiel mit den neuen Machthabern in Partei und Kirchenleitung verbunden. Zugleich mit neuen und der NS-Ideologie nahen Sonntags-Gottesdiensten im Herrenhaus ab Dezember 1933, wurde eine seit langem etablierte Institution verdrängt. Die 'Waldgottesdienste im Wellingsbütteler Gehölz', die im Sommer an Sonntagen in der Grevenau hinter dem Waldhof Randel regelmäßig gefeiert wurden, endeten mit dem September 1933.
Dort wurde um 1910 ein anderes Hügelgrab ganz 'un-germanisch' zu einer Kanzel umfunktioniert ...:



