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Nouveauté
Asche über dem Mittelmeer. Bronzezeitkollaps 1200 v. Chr.: Mysteriöse Katastrophe, die die mediterrane Zivilisation zurücksetzte
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- Nombre de pages157
- FormatePub
- ISBN978-3-565-46535-4
- EAN9783565465354
- Date de parution28/05/2026
- Protection num.pas de protection
- Taille2 Mo
- Infos supplémentairesepub
- ÉditeurEmphaloz Publishing House
Résumé
Dieses Buch untersucht, wie innerhalb von zwei Generationen ein hochkomplexes, mediterranes Weltsystem aus Handel, Diplomatie und Palastbürokratie vollständig zerbrach - und warum Wissenschaftler bis heute über die Ursachen streiten.
Zwischen 1250 und 1150 v. Chr. verschwanden das Hethiterreich, die mykenischen Palastkulturen, die Herrschaften in Syrien und Zypern sowie wichtige Handelsstädte der Levante nahezu gleichzeitig.
Schriftsysteme erloschen, Alphabetisierung verschwand in Griechenland und Zentralanatolien für Jahrhunderte - ein kultureller Rückschritt ohne Parallele in der vormodernen Welt. Paläobiologische Analysen von Pollenablagerungen und Höhlenstalagmiten belegen eine 300 Jahre dauernde Dürreperiode, die ab ca. 1200 v. Chr. durch eine plötzliche Abkühlung verstärkt wurde und die auf Landwirtschaft gegründeten Königreiche systematisch unter Ressourcendruck setzte.
Die sogenannten "Seevölker", lange als externe Invasoren betrachtet, erscheinen in neueren Deutungen weniger als Eroberer denn als erste groß angelegte Klimaflüchtlingsbewegung der Geschichte - von Dürre und Hunger von ihren Heimatländern vertrieben. Entscheidend ist dabei die systemische Fragilität: Bronze, der Schlüsselwerkstoff der Epoche, erforderte präzise Handelswege von Zinnminen in Innerasien bis zu den Kupfervorkommen Zyperns; eine einzige Störung in diesem Netzwerk löste eine Kettenreaktion aus, der keine Palastwirtschaft standhielt.
Schriftsysteme erloschen, Alphabetisierung verschwand in Griechenland und Zentralanatolien für Jahrhunderte - ein kultureller Rückschritt ohne Parallele in der vormodernen Welt. Paläobiologische Analysen von Pollenablagerungen und Höhlenstalagmiten belegen eine 300 Jahre dauernde Dürreperiode, die ab ca. 1200 v. Chr. durch eine plötzliche Abkühlung verstärkt wurde und die auf Landwirtschaft gegründeten Königreiche systematisch unter Ressourcendruck setzte.
Die sogenannten "Seevölker", lange als externe Invasoren betrachtet, erscheinen in neueren Deutungen weniger als Eroberer denn als erste groß angelegte Klimaflüchtlingsbewegung der Geschichte - von Dürre und Hunger von ihren Heimatländern vertrieben. Entscheidend ist dabei die systemische Fragilität: Bronze, der Schlüsselwerkstoff der Epoche, erforderte präzise Handelswege von Zinnminen in Innerasien bis zu den Kupfervorkommen Zyperns; eine einzige Störung in diesem Netzwerk löste eine Kettenreaktion aus, der keine Palastwirtschaft standhielt.




















