Archiv für Begriffsgeschichte. Band 59: Metaphorologien der Exploration und Dynamik (1800/1900). Historische Wissenschaftsmetaphern und die Möglichkeiten ihrer Historiographie

Par : Gunhild Berg, Martina King, Reto Rössler, Rainer Godel, Benjamin Specht
Offrir maintenant
Ou planifier dans votre panier
Disponible dans votre compte client Decitre ou Furet du Nord dès validation de votre commande. Le format PDF est :
  • Compatible avec une lecture sur My Vivlio (smartphone, tablette, ordinateur)
  • Compatible avec une lecture sur liseuses Vivlio
  • Pour les liseuses autres que Vivlio, vous devez utiliser le logiciel Adobe Digital Edition. Non compatible avec la lecture sur les liseuses Kindle, Remarkable et Sony
Logo Vivlio, qui est-ce ?

Notre partenaire de plateforme de lecture numérique où vous retrouverez l'ensemble de vos ebooks gratuitement

Pour en savoir plus sur nos ebooks, consultez notre aide en ligne ici
C'est si simple ! Lisez votre ebook avec l'app Vivlio sur votre tablette, mobile ou ordinateur :
Google PlayApp Store
  • Nombre de pages232
  • FormatPDF
  • ISBN978-3-7873-3592-3
  • EAN9783787335923
  • Date de parution30/10/2018
  • Protection num.Digital Watermarking
  • Taille7 Mo
  • Infos supplémentairespdf
  • ÉditeurMeiner

Résumé

Die Untersuchungen in diesem Band hinterfragen den Wandel von statischen hin zu dynamischen, 'verzeitlichten' Ordnungsschemata naturkundlichen Wissens, der sich im historischen Prozess der Ausdifferenzierung naturwissenschaftlicher Disziplinen im 18. und 19. Jahrhundert in Literatur, Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften vollzogen hat. Ziel des Hefts ist es, Fragen nach der Funktionsweise historischer Wissenschaftsmetaphern im interdisziplinären Spektrum mit Fragen nach der Funktionalität unterschiedlicher metapherntheoretischer Zugriffe zu verbinden. Die Beiträge spannen den Bogen von historischen Umbrüchen der Metapherntheorie (1800/1900) über metaphorologische Fallanalysen vor allem zum 19.
Jahrhundert bis hin zu kritischen Reflexionen auf metaphernanalytische Methoden der Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen dabei Metaphern wie 'Fort-/Verpflanzung', 'Schicht', 'Milieu', 'Kampf', '(Wahl-)Verwandtschaft', 'Parasit' und damit Metaphernkomplexe in Sprachtheorie, Philologie, Botanik, Bakteriologie, Kosmologie, Soziologie, Geologie (Geognosie, Vulkanismus), Chemie, aber auch die 'Metapher' selbst, die wissenschaftliche wie literarisch-ästhetische Diskurse und Denkbewegungen prägten. INHALTSVERZEICHNIS Gunhild Berg / Martina King / Reto Rössler: Metaphorologien der Exploration und Dynamik (1800/1900).
Zur Einführung BEITRäGE Historische Umbrüche der Metapherntheorie (1800 und 1900) - Rainer Godel: Metapher (als Metapher) des Nicht-Wissens: Zu Johann Gottfried Herders Theorie und Praxis der Metapher - Benjamin Specht: "Verbindung finden wir im Bilde". Die Metapher in und zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen im späten 19. Jahrhundert ?Metaphorologische Fallanalysen zum 19. Jahrhundert - Sarah Goeth: Fortpflanzung - Verpflanzung.
Vegetabile Metaphern in den Wissenskulturen des 18. und 19. Jahrhunderts - Peter Schnyder: übereinander/nacheinander. Zur Metaphorologie der Schicht - Eva Johach: Die Dynamisierung des Kosmos. Charles Fouriers utopische Wissenschaft - Philip Ajouri: Der Kampf ums Dasein als Metapher der Dynamik im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts - Nicolas Pethes: Milieu. Die Exploration selbstgenerierter Umwelten in Wissenschaft und Ästhetik des 19.
Jahrhunderts - Martina King: Bild oder Erzählung? Explorative und dynamische Dimensionen von bakteriologischen Metaphern um 1900 - Nicholas Saul: 'Auf der Kippe stehen'. Der Vulkanismus als Wissenschaftsmetapher von der politischen zur ökologischen Revolution: Goethe - Jensen - Hohler DISKUSSION Metapherntheoretische Reflexionen und Interventionen - Gunnar Berg / Rainer Godel: Die Begriffe 'Verwandtschaft' und 'Wahlverwandtschaft' in der Chemie.
Zur Geschichte einer Metapher - Johanna Bohley: Die Emergenz des Metaphorischen - Thomas Wegmann: Zur Metaphorologie des Parasitären - Carolin Bohn: Die Produktivität der Metapher ABSTRACTS ADRESSEN
Prof. Dr. Christian Bermes ist Leiter des Instituts für Philosophie an der Universität Koblenz-Landau. Sprecher des Forschungsschwerpunkts >Kulturelle Orientierung und normative Bindung< und der Graduiertenschule >Herausforderung Leben<, Mitherausgeber des >Archiv für Begriffsgeschichte<, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für phänomenologische Forschung. Arbeitsschwerpunkte: Phänomenologie, Sprachphilosophie, Philosophische Anthropologie, Kulturphilosophie, Moralphilosophie. Hubertus Busche ist ordentlicher Professor am Institut für Philosophie der Fern-Universität Hagen.
Arbeitsschwerpunkte: Erkenntnistheorie, Metaphysik, Geschichte der Philosophie, Kulturphilosophie. Michael Erler (*14. August 1953 in Köln) ist ein deutscher Altphilologe, der derzeit an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg lehrt. Ab 1972 studierte Erler Mathematik, Physik und Philosophie, ab 1973 Altgriechisch und Latein an der Universität zu Köln. Unterbrochen von einem Aufenthalt am University College London, schloss Erler 1977 sein Magisterstudium als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes ab.
1977/78 wurde Erler in Köln promoviert, 1980/81 folgte das Staatsexamen. Zunächst wirkte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Institutes für Altertumskunde, Abteilung für Papyrologie in Köln, später als Angestellter der Universität Konstanz, Fachbereich Literaturwissenschaft. 1984/85 habilitierte sich Erler an der Universität Konstanz, unterstützt durch Stipendien der Deutschen Forschungsgemeinschaft, in deren Heisenberg-Programm er anschließend bis 1989 aufgenommen wurde.
1990 war Erler Fellow am Institute for Advanced Studies in Edinburgh. Nach Lehrstuhlvertretungen in München (1986/87) und Erlangen (1987/88) für Griechisch bzw. Latein forschte Erler 1987 bis 1988 als Junior Fellow am Center for Hellenic Studies in Washington, D. C. und lehrte in den darauffolgenden Jahren als Privatdozent an der Universität Konstanz. 1989 bis 1991 hatte er eine Professur für Latein an der Universität Erlangen-Nürnberg inne und forschte im Herbst 1990 als Fellow am Institute for Advanced Studies in Edinburgh.
Seit 1991 ist Erler Ordinarius für Klassische Philologie an der Universität Würzburg mit dem Schwerpunkt Gräzistik; einen Ruf an die Universität Erlangen-Nürnberg lehnte er 2001 ab. 2013 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Aristoteles-Universität Thessaloniki.