Neun Winter. Neun Jahre Jugendstrafe. Neun Jahre Isolation, Verlegungen und Schweigen. Tobsen ist sechzehn, als ihn das Landgericht Leipzig wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung zu neun Jahren Jugendstrafe verurteilt. Er war der Kopf einer Bande, die Dealer überfiel, fesselte und krankenhausreif schlug. Während acht Mitangeklagte Bewährung oder Freiheit erhalten, nimmt Tobsen die gesamte Schuld auf sich.
Was folgt, ist kein klassischer Gefängnisroman. Es ist das Protokoll eines inneren Zerfalls. Jedes Jahr eine neue Haftanstalt. Jedes Mal sechs Monate Isolation. Kein Kontakt zu Mitgefangenen. Der einzige menschliche Austausch sind tägliche Kurzbesuche von Arzt und Psychologe. Hofgang im Morgengrauen, allein. Danach Stunden, Tage, Monate in einer überwachten Zelle. Neun Winter ist die schonungslose Ich Erzählung eines jungen Mannes, der nach Werten wie Loyalität, Stolz, Ehre und Moral lebt und dennoch erkennen muss, wie wenig diese Werte in einem System bedeuten, das nicht heilt, sondern verwaltet.
Es ist ein literarischer Abstieg in das Innere eines Menschen, den die Gesellschaft vor sich selbst schützen wollte und dabei seine Seele zerstört hat. Roh, kompromisslos und beklemmend erzählt Neun Winter von Schuld, Einsamkeit, Identitätsverlust und der leisen Frage, was von einem Menschen übrig bleibt, wenn man ihm alles nimmt außer der Zeit.
Neun Winter. Neun Jahre Jugendstrafe. Neun Jahre Isolation, Verlegungen und Schweigen. Tobsen ist sechzehn, als ihn das Landgericht Leipzig wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung zu neun Jahren Jugendstrafe verurteilt. Er war der Kopf einer Bande, die Dealer überfiel, fesselte und krankenhausreif schlug. Während acht Mitangeklagte Bewährung oder Freiheit erhalten, nimmt Tobsen die gesamte Schuld auf sich.
Was folgt, ist kein klassischer Gefängnisroman. Es ist das Protokoll eines inneren Zerfalls. Jedes Jahr eine neue Haftanstalt. Jedes Mal sechs Monate Isolation. Kein Kontakt zu Mitgefangenen. Der einzige menschliche Austausch sind tägliche Kurzbesuche von Arzt und Psychologe. Hofgang im Morgengrauen, allein. Danach Stunden, Tage, Monate in einer überwachten Zelle. Neun Winter ist die schonungslose Ich Erzählung eines jungen Mannes, der nach Werten wie Loyalität, Stolz, Ehre und Moral lebt und dennoch erkennen muss, wie wenig diese Werte in einem System bedeuten, das nicht heilt, sondern verwaltet.
Es ist ein literarischer Abstieg in das Innere eines Menschen, den die Gesellschaft vor sich selbst schützen wollte und dabei seine Seele zerstört hat. Roh, kompromisslos und beklemmend erzählt Neun Winter von Schuld, Einsamkeit, Identitätsverlust und der leisen Frage, was von einem Menschen übrig bleibt, wenn man ihm alles nimmt außer der Zeit.