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Luisa Weiß

Dernière sortie

Mehrere Päpste beanspruchten dieselbe zerbrechliche Christenheit

Die religiöse Einheit des mittelalterlichen Europas geriet im vierzehnten Jahrhundert in eine tiefe Krise. Während Kriege und Seuchen das gesellschaftliche Vertrauen erschütterten, verlor auch die Kirche ihre politische und moralische Stabilität durch konkurrierende Machtansprüche innerhalb des Papsttums. Dieses Buch untersucht die Ursachen und Folgen des Großen Schismas der westlichen Kirche. Zeitweise beanspruchten zwei, später sogar drei Päpste gleichzeitig die höchste geistliche Autorität der Christenheit.
Königreiche, Fürsten und kirchliche Institutionen spalteten sich entlang politischer Loyalitäten und regionaler Interessen. Besonderes Augenmerk gilt den Auswirkungen auf die gesellschaftliche Ordnung Europas. Die Glaubwürdigkeit kirchlicher Führung erlitt schweren Schaden, während religiöse Unsicherheit und Kritik an institutioneller Korruption zunahmen. Das Schisma machte sichtbar, wie eng geistliche Macht und weltliche Politik miteinander verflochten waren. Die Krise des Papsttums erscheint hier als Teil einer umfassenderen Erschütterung mittelalterlicher Autorität im vierzehnten Jahrhundert.
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