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Sabine Böhm

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Im Schatten der Barrikaden
Dieses Buch verfolgt die Frauen, die Revolutionen formten, ohne dass ihre Namen in den Monumentalbildern stehen: von den Frauenmarchen der Französischen Revolution über die Textil- und Fabrikarbeiterinnen der Februar-Revolution 1917 bis zu den Frauenorganisationen, die den Aufbruch in der Sowjetunion für kurze Zeit mitgestalteten. Anstatt die Revolutionsgeschichte von oben zu erzählen, liest es die Architektur von Umbrüchen als gemeinsames Projekt, in dem Frauen Organisationsnetze, Streiks, politische Klubs und neu gedachte Alltagswelten bauten - oft unsichtbar, aber entscheidend.
Im Mittelpunkt stehen drei Formen weiblicher Architektur: Erstens die organisatorische Arbeit, mit der Frauen in der Französischen Revolution politische Klubs gründeten, die Märkte und Armee-Versorgung steuerten und die Bewegung von der Straße in die Verwaltung trugen; viele dieser Aktivistinnen wurden später verfolgt, weil sie "unweiblich" politisch agierten.
Zweitens die Streik- und Protestkultur arbeitender Frauen in Russland, die die Februar-Revolution 1917 maßgeblich anstießen und danach mit Forderungen nach Lohn, Verwaltung und Sexualpolitik die frühen Sowjetgesetze prägten, die - wenn auch kurz - radikale Geschlechterrechte formulierten. Drittens die institutionelle Verdrängung dieser Frauen, als die revolutionären Strukturen sich männlich verhärteten, Frauen aus Parteien- und Militärführungen gedrängt wurden und ihre Rolle als "Moralvehikel" oder "Mutter der Republik" auf die private Sphäre reduziert wurde.
Zweitens die Streik- und Protestkultur arbeitender Frauen in Russland, die die Februar-Revolution 1917 maßgeblich anstießen und danach mit Forderungen nach Lohn, Verwaltung und Sexualpolitik die frühen Sowjetgesetze prägten, die - wenn auch kurz - radikale Geschlechterrechte formulierten. Drittens die institutionelle Verdrängung dieser Frauen, als die revolutionären Strukturen sich männlich verhärteten, Frauen aus Parteien- und Militärführungen gedrängt wurden und ihre Rolle als "Moralvehikel" oder "Mutter der Republik" auf die private Sphäre reduziert wurde.
Dieses Buch verfolgt die Frauen, die Revolutionen formten, ohne dass ihre Namen in den Monumentalbildern stehen: von den Frauenmarchen der Französischen Revolution über die Textil- und Fabrikarbeiterinnen der Februar-Revolution 1917 bis zu den Frauenorganisationen, die den Aufbruch in der Sowjetunion für kurze Zeit mitgestalteten. Anstatt die Revolutionsgeschichte von oben zu erzählen, liest es die Architektur von Umbrüchen als gemeinsames Projekt, in dem Frauen Organisationsnetze, Streiks, politische Klubs und neu gedachte Alltagswelten bauten - oft unsichtbar, aber entscheidend.
Im Mittelpunkt stehen drei Formen weiblicher Architektur: Erstens die organisatorische Arbeit, mit der Frauen in der Französischen Revolution politische Klubs gründeten, die Märkte und Armee-Versorgung steuerten und die Bewegung von der Straße in die Verwaltung trugen; viele dieser Aktivistinnen wurden später verfolgt, weil sie "unweiblich" politisch agierten.
Zweitens die Streik- und Protestkultur arbeitender Frauen in Russland, die die Februar-Revolution 1917 maßgeblich anstießen und danach mit Forderungen nach Lohn, Verwaltung und Sexualpolitik die frühen Sowjetgesetze prägten, die - wenn auch kurz - radikale Geschlechterrechte formulierten. Drittens die institutionelle Verdrängung dieser Frauen, als die revolutionären Strukturen sich männlich verhärteten, Frauen aus Parteien- und Militärführungen gedrängt wurden und ihre Rolle als "Moralvehikel" oder "Mutter der Republik" auf die private Sphäre reduziert wurde.
Zweitens die Streik- und Protestkultur arbeitender Frauen in Russland, die die Februar-Revolution 1917 maßgeblich anstießen und danach mit Forderungen nach Lohn, Verwaltung und Sexualpolitik die frühen Sowjetgesetze prägten, die - wenn auch kurz - radikale Geschlechterrechte formulierten. Drittens die institutionelle Verdrängung dieser Frauen, als die revolutionären Strukturen sich männlich verhärteten, Frauen aus Parteien- und Militärführungen gedrängt wurden und ihre Rolle als "Moralvehikel" oder "Mutter der Republik" auf die private Sphäre reduziert wurde.
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